Heizung finden: Welche Heizung ist die richtige?

Verfasst von: Michael Claus
Zuletzt aktualisiert am:
Die richtige Heizung finden
In diesem Artikel
  • Die beste Heizung ist die individuelle L√∂sung, die gut zu Bestand und Lage passt. 
  • Schon bei der Heizung im Gesamtrahmen denken und sparen: Heizen, Warmwasser, Strom! 
  • Die beliebtesten Heizungsanlagen und je 3 Gr√ľnde, die f√ľr sie sprechen.

W√§rme ist purer Komfort, besonders in den k√ľhleren Jahreszeiten. Effiziente und bequeme Heizungen lassen den Wohnkomfort erheblich steigen.

Vor allem in Fr√ľhling, Herbst und Winter spendet die Heizung gem√ľtliche W√§rme. Eine gute Heizung schafft ein Klima, in dem es sich die Bewohner eines Hauses oder einer Wohnung einfach gutgehen lassen k√∂nnen. 

Doch worauf genau achten beim Finden der neuen Heizung? Was ist wichtig? Woran gilt es indirekt, aber bewusst zu denken? Nicht jede Heizung, die andernorts top ist, eignet sich f√ľr jede Situation oder jeden Geb√§udebestand.

H√§user und Wohnungen haben stets Eigenschaften, die spezifisch sind. Die beste Heizung ist deshalb stets eine individuelle oder zumindest eine angepasste L√∂sung. 

Informationen Heizung
Gar nicht so einfach zu finden: gute Informationen f√ľr die beste Heizung im eigenen Haus 

Was Du bei der Wahl Deiner neuen Heizung generell im Blick haben solltest 

Wenn sich nun pauschal gar nicht so leicht sagen l√§sst, was die richtige Heizung f√ľr Dich ist, woran sollst Du es dann festmachen? Kurz gesagt, an den Antworten, die Du erh√§ltst, wenn Du nach den richtigen Fragen beim versierten Ratgeber suchst. Im Wesentlich empfehlen wir Dir in diesem Artikel deshalb eine Fachberatung, die die richtig wichtigen Informationen zur Entscheidungsgrundlage zusammentr√§gt: 

  1. Aufwand und Investitionskosten: Wie viel Geld m√∂chtest Du f√ľr Deine neue Heizung maximal ausgeben? Wie stark hast Du die k√ľnftigen Kosten f√ľr den Betrieb schon im Blick? Wie nachhaltig f√ľr Klima und Umwelt soll die neue Heizung arbeiten? Und wie viel Aufwand darf der Einbau der neuen Heizung in die Geb√§udesubstanz machen? 
    Viele Besitzer von Immobilien zielen bei der Suche nach Antworten auf diese Fragen auf das beste Preis-Leistungs-Verh√§ltnis ab. Sparen muss sich am Ende auch lohnen. In der Regel darf also ein Vorteil nicht so aufw√§ndig und teuer erscheinen, dass seine Wirtschaftlichkeit im Vergleich gleich wieder in Frage steht. Zudem soll die neue Heizung aber auch oft mindestens so effizient sein, dass sie nicht in K√ľrze schon wieder veraltet ist. 
    Au√üerdem steht jederzeit am Anfang der √úberlegungen vieler Heizungsbauer, welchen Brennstoff bzw. ob √ľberhaupt noch mit fossilen Energien gearbeitet werden soll. Etliche fossile Tr√§ger von Energien verteuern sich auf absehbare Zeit immer weiter und lassen damit die laufenden Betriebskosten der Heizung steigen. Einige Brennstoffe wie √Ėl haben sogar schon gar keine echte Zukunft mehr, Bio-√Ėle ausgenommen. 
  2. Bedarfsgerechtigkeit: Wenn die ungef√§hre Richtung beim Suchen nach der neuen Heizung f√ľr die Modernisierung in etwa klar ist, lassen sich weitere Fragen stellen. Welcher Art ist Deine Immobilie (Altbau, Neubau)? Wie energieeffizient ist Deine Immobilie bereits? Wie viel Effizienz in Sachen Energie ist mit R√ľcksicht auf die vorhandene oder zu erhalten gew√ľnschte Geb√§udesubstanz √ľberhaupt m√∂glich? 
    Nicht jedes alte Wohngeb√§ude ‚Äď wom√∂glich noch solche, die schon mehrere Hundert Jahre auf dem Buckel haben und eben daraus ihren Charme ziehen ‚Äď sollte zu Tode ged√§mmt werden. Wer pauschal zur Maximald√§mmung r√§t, ist kein guter Ratbeger. Gerade historische Feldsteinbauten oder Fachwerkh√§user m√ľssen atmen k√∂nnen. Sonst kommen n√§mlich schnell Gevatter Schimmel oder √§rgere Gesellen vorbei. 
    In jedem Fall lohnt es sich, abh√§ngig von der Bausubstanz und dem Sanierungsziel, am besten immer die Sanierungskette einzuhalten zu lassen. Egal, f√ľr welche Heizungsmodernisierung Du Dich am Ende entscheidest, alle anderen Ma√ünahmen sollten vorher ber√ľcksichtigt sein. Wie ged√§mmt zum Beispiel kann das Dach sein? Wie energiesparend sind Fenster und T√ľren? Wie dicht und ged√§mmt ist der Keller? 
  3. Ausf√ľhrung durch Fachkr√§fte: Ganz gleich, f√ľr welche Art von Heizung Du Dich am Ende entscheidest. Die wesentlichen Bauarbeiten an den Anlagen solltest Du vom gepr√ľften Fachpartner durchf√ľhren lassen. Den Einbau eines Kessels, einer Brennwerttherme oder einer W√§rmepumpe zum Beispiel macht am besten der Partner vom Fach ‚Äď der Heizungsbauer, Monteur oder Installateur. Wer etwas anderes r√§t, ist kein guter Ratgeber. 
    Bitte nicht an der falschen Stelle sparen! Der zertifizierte Heizungsbauer und sein Fachbetrieb sorgen daf√ľr, dass die eingebaute Heizungsanlage am Ende mit gr√∂√üter Effizienz arbeitet. Und sie sorgen auch f√ľr den Service, dass die Garantieleistungen der Hersteller gelten. Denn defekte neue Heizungen kurz nach dem Modernisieren sind meist nicht nur ein gro√ües √Ąrgernis, sondern ein teures noch dazu. 
Heizung Effizienzhaus
Heizungen in Effizienzh√§usern m√ľssen ganz was anderes k√∂nnen als‚Ķ
Heizung Altbau
Heizungen in Altbauten und Denkmälern in der Stadt und auf dem Land

5 gute Fragen vor der Frage nach der besten Heizung

  • Was ist Deine Immobilie: Neubau oder Altbau? 
  • Sind dort √ľberhaupt alle Arten von Heizungsanlagen verf√ľgbar und m√∂glich? 
  • Wie ist die Bodenbeschaffenheit f√ľr die Verlegung etwaiger Medien f√ľr Energietr√§ger? 
  • Wie ist die Ortslage in Sachen Versorgung mit Energien? 
  • Liegt zum Beispiel ein Gasnetz an, ist Geothermie m√∂glich oder gibt es genug Sonneneinstrahlung f√ľr unterst√ľtzende Heizungsl√∂sungen mit Photovoltaik und Solarthermie? 

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Welche Heizung ist die richtige f√ľr mich?

Wie in unserem Ratgeber schon √∂fters erw√§hnt, ist die beste neue Heizung stets eine individuelle, eine an Deine Situation und Immobilie angepasste L√∂sung. Jede Heizung hat ihre Vorteile und Nachteile! Prinzipiell ist eine W√§rmepumpe beispielsweise nur f√ľr die H√§user und Wohnungen eine sehr gute Wahl, die sehr gut ged√§mmt sind oder die sich √ľberhaupt sehr gut d√§mmen lassen. 

Das gilt f√ľr Neubauten und Altbauten gleicherma√üen. Kommt deshalb eine W√§rmepumpe als Heizung f√ľr Dich nicht in Frage, dann eignen sich oftmals Holzheizungen sehr gut. Solcherart Biomasse W√§rmeerzeuger wie etwa Pelletheizungen, Hackschnitzel Heizungen, Scheitholz Heizungen oder Holzvergaser Heizungen eignen sich prima f√ľr Geb√§ude mit viel Platz und hohem W√§rmebedarf. 

‚ÄěDein Geb√§ude, deine Lage und Deine M√∂glichkeiten sagen Dir, was die optimale Heizung f√ľr Dich ist!‚Äú

Ist sowohl die W√§rmepumpe als auch die Holzheizung keine echte Option, dann sind moderne Gas-Hybridheizungen mit Brennwertkessel immer eine solide und effiziente L√∂sung. Wenngleich jeder Ratgeber dabei im Blick haben sollte, dass Varianten mit dem fossilen Brennstoff Gas im Sog der Frage ums gute Klima auf Dauer immer teurer werden d√ľrften. Denk beim Sparen auch an morgen!

√úbersicht Vorteile und Nachteile Heizungsanlagen (von A-Z):

Heizung Vorteile Nachteile
Biomasseheizung mit Holz (Holzheizung) 
  • je höher der Wärmebedarf, desto günstiger im Betrieb
  • gut für Altbauten geeignet
  • relativ teure Kosten in der Anschaffung
Blockheizkraftwerk (BHKW) auf Basis von Erdgas, Heizöl & Holz
  • produziert neben Wärme auch elektrischen Strom (aber weniger als die Brennstoffzelle)
  • eher für Altbauten geeignet
  • teuer in der Anschaffung
  • in EFH nur schwer wirtschaftlich zu betreiben
  • bei Öl keine Förderung nach BEG mehr
Brennstoffzellenheizung auf Basis von Erdgas
  • produziert neben Wärme auch elektrischen Strom (etwa im gleichen Verhältnis)
  • arbeitet schon bei niedriger Auslastung smart und effizient
  • eher für Neubauten geeignet
  • hohe BEG Förderung
  • sehr teuer in der Anschaffung
  • benötigt Gasanschluss, denn aus dem Erdgas bzw. Fl√ľssiggas wird der Wasserstoff gewonnen
Brennwertkessel bzw. Brennwerttherme auf Basis von Erdgas & Heizöl 
  • günstiger Anschaffungspreis
  • gut für Neubauten und Altbauten geeignet
  • Bindung an fossile Energieträger und deren steigende Kosten
  • Förderung nur noch für Heizungen im Effizienzhaus oder als Hybridheizung mit anteiliger Komponente auf Basis erneuerbarer Energien
  • bei Öl keine Förderung nach BEG mehr
Elektroheizung 
  • sehr günstiger Anschaffungspreis als sog. Direktheizung ohne aufwändige Anlageneinbauten (meist sind nur die elektrischen Heizkörper zu installieren)
  • geringe Energieeffizienz
  • hohe laufende Betriebskosten im Vergleich zu jeder anderen Art von Heizung
√Ėlheizung¬†
  • günstiger Anschaffungspreis
  • eher in Altbauten verbaut, eigenen sich jedoch prinzipiell für jeden Haustyp
  • besonders für Gebäude in abgelegenen ländlichen Räumen geeignet
  • eine moderne Ölheizung ermöglicht langfristige Vorausplanung beim Bezug von Brennstoffen
  • Bindung an fossile Energieträger und deren steigende Kosten
  • schon lange keine Förderung mehr durch staatliche Programme
Solarthermie
  • unterstützt gut die Hauptheizung und Warmwasseraufbereitung
  • ermöglicht hohe Einsparungen bei den Betriebskosten der Hauptheizung
  • teuer in der Anschaffung (besonders weil Solarthermie eben nur eine Ergänzung ist)
  • funktioniert nur als Ergänzung zu einer anderen Hauptheizung
  • Solarthermie funktioniert nicht als alleinige Heizung
Wärmepumpe 
  • ökologisch beim Betrieb derzeit die optimale Lösung
  • niedrige Betriebskosten
  • geeignet nur für Effizienzhaus Neubauten oder für sehr gut gedämmte Altbauten
  • vergleichsweise teuer bei den Kosten der Anschaffung
  • funktioniert nur effizient in sehr gut gedämmten Gebäuden

Aktueller Hinweis

Die Beendigung verschiedener Programme der staatlichen F√∂rderung nach BEG (Bundesf√∂rderung f√ľr effiziente Geb√§ude) etwa √ľber KfW und BAFA hat auch Einfluss auf die F√∂rderung von Heizungen. Seit 2022 werden weniger neue Ma√ünahmen in geringerem Umfang von der Bundesregierung gef√∂rdert. F√§llt die F√∂rderung bei so mancher Heizung aber weg, steht die eigentliche Attraktivit√§t des besten Preis-Leistungs-Verh√§ltnisses k√ľnftig vermutlich wieder bei allen Varianten mehr im Vordergrund. 

Der 3-Punkte-Check f√ľr die passende Heizung:

Ob mit oder ohne F√∂rderung durch KfW und BAFA: Du hast aufgrund Deiner Recherchen und Informationen schon eine ungef√§hre Vorstellung, welche Heizung f√ľr Dein Projekt in Frage kommt? Dir fehlt vielleicht nur noch eine kurze √úbersicht √ľber die entscheidenden grunds√§tzlichen Parameter? 

KfW Logo in KfW-Zentrale
KfW-Logo in der KfW-Zentrale in Frankfurt am Main © KfW-Bildarchiv / Thorsten Futh

Dann fassen wir f√ľr Dich die wichtigsten Gr√ľnde und Infos von Kunden bei der Anschaffung der beliebtesten Heizungsanlagen (von A-Z) gerne auf einen Blick zusammen: 

Heizungsanlage / Energieerzeugung¬† je 3 wichtigste Gr√ľnde daf√ľr
Biomasseheizung mit Holz (Holzheizung, Pelletheizung, Hackschnitzelheizung, Holzvergaser, Scheitholzheizung)
  • ausreichend Platz im Haus (mit Keller) ist verfügbar für Vorrat an Brennstoff und Pufferspeicher (bis zu 1.000 Litern Inhalt)
  • Unabhängigkeit von Gas & Öl ist gewünscht
  • eine höhere Investition für die Installation der Heizungsanlage kannst Du Dir leisten
Gasheizung mit Gas-Brennwerttechnologie
  • wenig Platz im Haus (kein Keller) verfügbar
  • Gasanschluss ist vorhanden oder Gastank auf dem Grundstück ist kein Problem
  • Erzeuger von Wärme mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis ist gewünscht
Gas-Hybridheizung mit Solarthermie
  • Gasheizung ist schon vorhanden
  • zweiter Versorger für die Unterst√ľtzung der Wärmeversorgung ist gewünscht, um immer am günstigsten zu heizen
  • durch Solarthermie mehr Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen gewinnen
√Ėlheizung mit √Ėl-Brennwerttechnologie
  • Öltank im Wohngebäude oder auf dem Grundstück ist kein Problem bzw. schon vorhanden
  • Erzeuger von Wärme mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis ist gewünscht
  • Zukunftssicherheit durch Bio-Öle in der Öl-Brennwerttechnik ist gegeben
Photovoltaik Systeme zur Erzeugung von Strom  
  • das Haus hat eine unbeschattete große Dachfläche nach Süden, Westen oder Osten
  • selbst produzierter Strom soll smart genutzt werden
  • Wertsteigerung der Immobilie durch Einsatz von Zukunftstechnologien, die das Klima schützen, ist gewünscht --> Photovoltaik als Aufwertung
Stromerzeugende Heizung mit einem Blockheizkraftwerk (BHKW) auf Basis von Gas, √Ėl & Holz¬†
  • eine halbwegs moderne Gas-, Öl- oder Holzheizung ist bereits in Betrieb
  • Du möchtest sparsamer heizen und bis zu 40 Prozent der Kosten für Energie sparen, ohne gleich die ganze Technik zu ändern
  • mehr Unabhängigkeit von steigenden Kosten für Strom bzw. für fossile oder regenerative Brennstoffe ist gewünscht
Thermische Solarsysteme (Solarthermie) zur Heizungsunterst√ľtzung und Warmwasseraufbereitung¬†
  • das Haus hat eine unbeschattete große Dachfläche nach Süden, Westen oder Osten
  • du wünschst die kostenlose Energie der Sonne zur Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung zu nutzen
  • Wertsteigerung der Immobilie durch Einsatz von Zukunftstechnologien, die das Klima schützen, ist gewünscht --> Solarthermie als Aufwertung
Wärmepumpe 
  • das Haus ist sehr gut gedämmt, am besten sehr energieeffizient nach EH55-Standard oder besser
  • Du verfügst zum Heizen über große Heizflächen wie etwa eine Fußbodenheizung in allen wichtigen Räumen
  • eine höhere Investition für die Installation der Heizungsanlage kannst Du Dir leisten
Warmwassersysteme und Heizsysteme elektrisch 
  • elektrische Heizung und elektrische Warmwasseraufbereitung finden getrennt statt
  • moderne vollelektronische Geräte und Heizkörper sind gewünscht, die günstig in der Anschaffung und arm an Kosten bei der Wartung sind
  • Energieverbrauch fällt nur bei direkter Nutzung an (wenn Heizung oder warmes Wasser benötigt wird)
Wohnungsl√ľftungssysteme mit W√§rmer√ľckgewinnung durch W√§rmepumpe¬†
  • Du planst den Bau eines Niedrigenergie- oder Passivhauses
  • eine optimale Kombination von der Lüftung des Wohnraums und der Rückgewinnung von Wärme zum Heizen ist gewünscht
  • durch einen ausgeglichenen Feuchtehaushalt willst Du Schimmelbefall und Bauschäden vermeiden

Ungef√§hre Kosten je Heizungsanlage im Vergleich 

Pauschal zu beziffern, was die genauen Kosten f√ľr eine neue Heizung welcher Bauart sind, ist relativ kompliziert. In den Anschaffungskosten finden sich schlie√ülich ganz verschiedene Parameter wieder, die von Haus zu Haus verschieden sind. Da f√§llt jedem Ratgeber der Vergleich schwer. Zudem sind die Kosten der Anschaffung von denen des sp√§teren Betriebs beim Heizen zu trennen. Investieren und Sparen haben viele Facetten!

Nachfolgend haben wir dennoch versucht, am Beispiel eines klassischen EFH, im Altbau, mit einem j√§hrlichen W√§rmebedarf von 20.000 bis 30.000 kWh zu sch√§tzen, welcher Kostenrahmen ungef√§hr m√∂glich ist. Enthalten ist dabei zun√§chst nur der eigentliche Anlagenpreis, beispielsweise der vom Heizkessel mit Umw√§lzpumpe, Speicher sowie Zu- und Ableitungen. 

Gasheizung Altbau
Gasheizungen gehören zu den beliebtesten Heizungsarten im Altbau
Wärmepumpe Neubau
Die Wärmepumpe zählt zu den populärsten Heizungsarten im Neubau

Weiterf√ľhrende Kosten, weil das Wohngeb√§ude zum Beispiel noch gar kein modernes Heizsystem besitzt ‚Äď also die Kosten f√ľr die Rohre und ihre Verlegung, die Heizk√∂rper und ihren Anschluss sowie ggf. die Kosten f√ľr die Installation des Heizkessels in das System ‚Äď k√§men letztlich noch on top (*Ausnahme Elektroheizungen und Infrarotheizungen). Zudem haben wir m√∂gliche F√∂rderungen durch den Staat hier beim Vergleich nicht mit ber√ľcksichtigt. 

Kosten Schätzung je nach Heizungsanlage (von A-Z):

Heizung Kosten (von-bis)
Blockheizkraftwerk (BHKW) auf Basis von Erdgas, Heizöl & Holz 15.000 - 35.000 Euro 
Brennstoffzellenheizung  20.000 - 50.000 Euro 
Elektroheizung  6.000 - 8.000 Euro* 
Fernwärme (Anschluss an vorhandenes Netz)  4.000 - 6.000 Euro 
Gasheizung 6.000 - 11.000 Euro 
Gas-Hybridheizung mit Solarthermie 10.000 - 17.000 Euro
Hackschnitzelheizung (Holzheizung) 20.000 - 26.000 Euro 
Holzvergaser Heizung (Holzheizung) 10.000 - 15.000 Euro 
Infrarotheizung  6.000 - 8.000 Euro* 
√Ėlheizung¬† 7.000 - 12.000 Euro¬†
Pelletheizung (Holzheizung) 15.000 - 23.000 Euro 
Scheitholzheizung (Holzheizung) 11.000 - 17.000 Euro
Solarthermie-Anlage  5.000 - 10.000 Euro** 
Wärmepumpe 15.000 - 25.000 Euro 

*f√ľr jeweils ca. 12 Heizk√∂rper im gesamten Haus 
**keine Alleinheizung, sondern nur Unterst√ľtzung f√ľr die Hauptheizung 

Um aber auch mal zu einer ungef√§hren Sch√§tzung der Kosten f√ľr eine Komplettanlage einschlie√ülich aller Rohre, Heizk√∂rper und Montagearbeiten zu finden, haben wir unter den o.g. Voraussetzungen (EFH, Altbau, W√§rmebedarf 20.000 bis 30.000 kWh pro Jahr) noch eine grobe Prognose am Beispiel einer √ľblichen Gasheizung ermittelt. 

Vorausgesetzt die Heizungsanlage der Gasheizung selbst kostet dabei 6.000 Euro, k√§men hier ca. noch folgende Kosten hinzu: 

  • 3.000 Euro f√ľr die Rohre 
  • 1.500 Euro f√ľr das Verlegen der Rohre 
  • 4.000 Euro f√ľr die Installation vom Heizkessel 
  • 2.000 Euro f√ľr die Heizk√∂rper 
  • 2.500 Euro f√ľr den Anschluss der Heizk√∂rper (einschlie√ülich Ventile, Thermostate und hydraulischem Abgleich) 

Ein komplettes betriebsbereites Heizsystem w√§re bei dieser Form der Modernisierung in Summe (Anlage + Produkte + Montage) also etwa f√ľr 19.000 Euro zu kaufen. Damit k√§men unterm Strich ungef√§hr noch 13.000 Euro zur eigentlichen Heizung hinzu.

Noch zur Merkliste: Warmwasserversorgung nicht vergessen

Gerade klang es bei den Heizungsanlagen schon an. Oft vergisst so mancher Ratgeber oder Artikel n√§mlich ein wichtiges Teil beim Heizsystem, das von Vornherein mit bedacht werden sollte. Die Rede ist von der Aufbereitung des warmen Wassers zum Beispiel f√ľr Dusche, Bad und Sp√ľle. Warmwasser f√ľr alle Anwendungen im Sanit√§r kann √ľber verschiedene zentrale und dezentrale L√∂sungen bereitgestellt werden. 

Duschkopf Warmwasserbereitung
Eine zentrale Versorgung mit Warmwasser √ľber die Hauptheizung ist bequem und g√ľnstig

Generell funktionieren all diese Ger√§te f√ľr die Warmwasserversorgung allerdings nur auf eine von zwei Arten: 

  1. Zentrale Warmwasserversorgung: Die zentrale Heizung des Hauses erw√§rmt das Wasser zum Heizen und das Wasser f√ľr den Gebrauch gleichzeitig. Daf√ľr sind getrennte Kreisl√§ufe notwendig. Das Heizungswasser zirkuliert im geschlossenen Heizkreislauf.¬†
    Das Warmwasser f√ľr den Gebrauch dagegen wird im parallelen Warmwasserspeicher vorgehalten, bis es durch die Bewohner entnommen wird. So finden die Nutzer f√ľrs Duschen, im Bad und beim Sp√ľlen mehr Komfort vor. Zudem verursacht eine zentrale Warmwasserversorgung im Vergleich oft weniger Kosten im Betrieb als eine dezentrale Anlage.¬†
  2. Dezentrale Warmwasserversorgung: Besitzt das Wohngeb√§ude allerdings beispielsweise eine nicht wasserf√ľhrende Holzheizung, einzelne Elektroheizungen oder √Ąhnliches kann schlechterdings das Warmwasser nicht zentral aufbereitet werden. Dann erfolgt die Warmwasseraufbereitung dezentral.¬†Dazu lassen sich Produkte wie Durchlauferhitzer oder Artikel wie Boiler direkt in Bad oder K√ľche nutzen.
    Boiler speichern eine Menge an warmem Wasser und halten dieses f√ľr die Entnahme vorr√§tig. Dadurch verbrauchen sie die ganze Betriebszeit √ľber Energie. Durchlauferhitzer k√∂nnen Energie sparen, denn sie nutzen nur dann Strom, wenn das Wasser im Durchlauf (zum Beispiel bei der Entnahme im Bad) erw√§rmt wird.

Ratgeber Heizungsanlagen im √úberblick:

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