Heizung finden: Welche der 1.000 Möglichkeiten ist die richtige?

Verfasst von: Michael Claus
Zuletzt aktualisiert am:
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In diesem Artikel
  • Die beste Heizung ist die individuelle Lösung, die gut zu Bestand und Lage passt. 
  • Schon bei der Heizung im Gesamtrahmen denken und sparen: Heizen, Warmwasser, Strom! 
  • Die beliebtesten Heizungsanlagen und je drei gute Gründe, die für sie sprechen.
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Wärme ist purer Komfort, besonders in den kühleren Jahreszeiten. Effiziente und bequeme Heizungen und Heizkörper lassen den Wohnkomfort erheblich steigen.

Vor allem in Frühling, Herbst und Winter spendet die Heizung gemütliche Wärme. Eine gute Heizung schafft ein Klima, in dem es sich die Bewohner eines Hauses oder einer Wohnung einfach gutgehen lassen können. 

Doch worauf genau achten beim Finden der neuen Heizung? Was ist wichtig? Woran gilt es indirekt, aber bewusst zu denken? Nicht jede Heizung, die andernorts top ist, eignet sich für jede Situation oder jeden Gebäudebestand.

Häuser und Wohnungen haben stets Eigenschaften, die spezifisch sind. Die beste Heizung ist deshalb stets eine individuelle oder zumindest eine angepasste Lösung. 

Heizung Planung
Gar nicht so einfach zu finden: gute Informationen für die beste Heizung 

Was Du bei der Wahl Deiner neuen Heizung generell im Blick haben solltest 

Wenn sich nun pauschal gar nicht so leicht sagen lässt, was die richtige Heizung für Dich ist, woran sollst Du es dann festmachen? Kurz gesagt, an den Antworten, die Du erhältst, wenn Du nach den richtigen Fragen beim versierten Ratgeber suchst. Im Wesentlich empfehlen wir Dir in diesem Artikel deshalb eine Fachberatung, die die richtig wichtigen Informationen zur Entscheidungsgrundlage zusammenträgt: 

  1. Aufwand und Investitionskosten: Wie viel Geld möchtest Du für Deine neue Heizung maximal ausgeben? Wie stark hast Du die künftigen Kosten für den Betrieb schon im Blick? Wie nachhaltig für Klima und Umwelt soll die neue Heizung arbeiten? Und wie viel Aufwand darf der Einbau der neuen Heizung in die Gebäudesubstanz machen?

    Viele Besitzer von Immobilien zielen bei der Suche nach Antworten auf diese Fragen auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis ab. Sparen muss sich am Ende auch lohnen. In der Regel darf also ein Vorteil nicht so aufwändig und teuer erscheinen, dass seine Wirtschaftlichkeit im Vergleich gleich wieder in Frage steht. Zudem soll die neue Heizung aber auch oft mindestens so effizient sein, dass sie nicht in Kürze schon wieder veraltet ist.

    Außerdem steht jederzeit am Anfang der Überlegungen vieler Heizungsbauer, welchen Brennstoff bzw. ob überhaupt noch mit fossilen Energien gearbeitet werden soll. Etliche fossile Träger von Energien verteuern sich auf absehbare Zeit immer weiter und lassen damit die laufenden Betriebskosten der Heizung steigen. Einige Brennstoffe wie Öl haben sogar schon gar keine echte Zukunft mehr, Bio-Öle ausgenommen.

  2. Bedarfsgerechtigkeit: Wenn die ungefähre Richtung beim Suchen nach der neuen Heizung für die Modernisierung in etwa klar ist, lassen sich weitere Fragen stellen. Welcher Art ist Deine Immobilie (Altbau, Neubau)? Wie energieeffizient ist Deine Immobilie bereits? Wie viel Effizienz in Sachen Energie ist mit Rücksicht auf die vorhandene oder zu erhalten gewünschte Gebäudesubstanz überhaupt möglich?

    Nicht jedes alte Wohngebäude – womöglich noch solche, die schon mehrere Hundert Jahre auf dem Buckel haben und eben daraus ihren Charme ziehen – sollte zu Tode gedämmt werden. Wer pauschal zur Maximaldämmung rät, ist kein guter Ratbeger. Gerade historische Feldsteinbauten oder Fachwerkhäuser müssen atmen können. Sonst kommen nämlich schnell Gevatter Schimmel oder ärgere Gesellen vorbei.

    In jedem Fall lohnt es sich, abhängig von der Bausubstanz und dem Ziel der Sanierung, am besten immer die Sanierungskette einzuhalten. Egal, für welche Heizungsmodernisierung Du Dich am Ende entscheidest, alle anderen Maßnahmen sollten vorher berücksichtigt sein. Wie gedämmt zum Beispiel kann das Dach sein? Wie energiesparend sind Fenster und Türen? Wie dicht und gedämmt ist der Keller?

  3. Ausführung durch Fachkräfte: Ganz gleich, für welche Art von Heizung Du Dich am Ende entscheidest. Die wesentlichen Bauarbeiten an den Anlagen solltest Du vom geprüften Handwerker durchführen lassen. Den Einbau eines Kessels, einer Brennwerttherme oder einer Wärmepumpe zum Beispiel macht am besten der Partner vom Fach – der Heizungsbauer, Monteur oder Installateur. Wer etwas anderes rät, ist kein guter Ratgeber.

    Bitte nicht an der falschen Stelle sparen! Der zertifizierte Heizungsbauer und sein Fachbetrieb sorgen dafür, dass die eingebaute Heizungsanlage am Ende mit größter Effizienz arbeitet. Und sie sorgen auch für den Service, dass die Garantieleistungen der Hersteller gelten. Denn defekte neue Heizungen kurz nach dem Modernisieren sind meist nicht nur ein großes Ärgernis, sondern ein teures noch dazu.

Effizienzhaus modern Ansicht
Heizungen in Effizienzhäusern müssen ganz was anderes können als…
Altbau Heizung Straße
Heizungen in Altbauten und Denkmälern in der Stadt und auf dem Land

5 gute Fragen vor der Frage nach der besten Heizung

  • Was ist Deine Immobilie: Neubau oder Altbau? 
  • Sind dort überhaupt alle Arten von Heizungsanlagen verfügbar und möglich? 
  • Wie ist die Bodenbeschaffenheit für die Verlegung etwaiger Medien für Energieträger? 
  • Wie ist die Ortslage in Sachen Versorgung mit Energien? 
  • Liegt zum Beispiel ein Gasnetz an, ist Geothermie möglich oder gibt es genug Sonneneinstrahlung für unterstützende Heizungslösungen mit Photovoltaik und Solarthermie? 

Heizungswechsel, Reparatur oder Wartung planen

Du bist Dir sicher, dass die alte Heizungsanlage raus soll, fragst Dich aber, welche neue Heizung die richtige Lösung für Dich ist? Oder hast Du Interesse an der Wartung bzw. Reparatur einer bestehenden Heizung? Kein Problem, auch dann können Dir unsere Fachpartner weiterhelfen. Fülle einfach das kostenlose und unverbindliche Anfrageformular aus. Mit den Experten von unserem Service wirst Du die perfekte Lösung finden.

Welche Heizung ist die richtige für mich?

Wie in unserem Ratgeber schon öfters erwähnt, ist die beste neue Heizung stets eine individuelle, eine an Deine Situation und Immobilie angepasste Lösung. Jede Heizung und jeder Heizkörper haben ihre Vorteile und Nachteile! Prinzipiell ist eine Wärmepumpe beispielsweise eher für die Häuser und Wohnungen eine sehr gute Wahl, die sehr gut gedämmt sind oder die sich überhaupt sehr gut dämmen lassen. 

Das gilt für Neubauten und Altbauten gleichermaßen. Kommt deshalb eine Wärmepumpe als Heizung für Dich nicht in Frage, dann eignen sich oftmals Holzheizungen sehr gut. Solcherart Biomasse Wärmeerzeuger, wie etwa Pelletheizungen, Hackschnitzel Heizungen, Scheitholz Heizungen oder Holzvergaser Heizungen, eignen sich prima für Gebäude mit viel Platz und hohem Wärmebedarf. 

„Dein Gebäude, deine Lage und Deine Möglichkeiten sagen Dir, was die optimale Heizung für Dich ist!“

Ist sowohl die Wärmepumpe als auch die Holzheizung keine Option, dann sind moderne Gas Hybridheizungen mit Brennwertkessel eine technisch solide und (bei akzeptablen Gaspreisen) auch effiziente Lösung. Wenngleich jeder gute Ratgeber anmerken muss, dass der fossile Brennstoff Gas alleine schon im Sog der Fragen ums gute Klima in Zukunft eher noch teurer werden dürfte. Beim Sparen auch an morgen zu denken? Das empfiehlt sich!

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38 Vorteile und Nachteile von Heizungsanlagen in der Übersicht

Heizung Vorteile Nachteile
Biomasseheizung mit Holz (Holzheizung) 
  • je höher der Wärmebedarf, desto günstiger im Betrieb
  • gut für Altbauten geeignet
  • relativ teure Kosten in der Anschaffung
Blockheizkraftwerk (BHKW) auf Basis von Erdgas, Heizöl & Holz
  • produziert neben Wärme auch elektrischen Strom (aber weniger als die Brennstoffzelle)
  • eher für Altbauten geeignet
  • teuer in der Anschaffung
  • in EFH nur schwer wirtschaftlich zu betreiben
  • bei Öl und Gas keine Förderung nach BEG mehr (Ausnahmen gelten für innovative Heiztechnik)
Brennstoffzellenheizung auf Basis von Erdgas
  • produziert neben Wärme auch elektrischen Strom (etwa im gleichen Verhältnis)
  • arbeitet schon bei niedriger Auslastung smart und effizient
  • eher für Neubauten geeignet
  • hohe BEG Förderung
  • sehr teuer in der Anschaffung
  • benötigt Gasanschluss, denn aus dem Erdgas bzw. Flüssiggas wird der Wasserstoff gewonnen
Brennwertkessel bzw. Brennwerttherme auf Basis von Erdgas & Heizöl 
  • günstiger Anschaffungspreis
  • gut für Neubauten und Altbauten geeignet
  • Bindung an fossile Energieträger und deren steigende Kosten
  • Förderung nur noch für H2 (ready) Heizungen im Effizienzhaus oder als Hybridheizung mit anteiliger Komponente auf Basis erneuerbarer Energien
  • bei normalem Gas und Öl keine Förderung nach BEG mehr
Elektroheizung 
  • sehr günstiger Anschaffungspreis als sog. Direktheizung ohne aufwändige Anlageneinbauten (meist sind nur die elektrischen Heizkörper zu installieren)
  • geringe Energieeffizienz
  • hohe laufende Betriebskosten im Vergleich zu jeder anderen Art von Heizung
Ölheizung 
  • günstiger Anschaffungspreis
  • eher in Altbauten verbaut, eigenen sich jedoch prinzipiell für jeden Haustyp
  • besonders für Gebäude in abgelegenen ländlichen Räumen geeignet
  • eine moderne Ölheizung ermöglicht langfristige Vorausplanung beim Bezug von Brennstoffen
  • Bindung an fossile Energieträger und deren steigende Kosten
  • schon lange keine Förderung mehr durch staatliche Programme
Solarthermie
  • unterstützt gut die Hauptheizung und Warmwasseraufbereitung
  • ermöglicht hohe Einsparungen bei den Betriebskosten der Hauptheizung
  • teuer in der Anschaffung (besonders weil Solarthermie eben nur eine Ergänzung ist)
  • funktioniert nur als Ergänzung zu einer anderen Hauptheizung
  • Solarthermie funktioniert nicht als alleinige Heizung
Wärmepumpe 
  • ökologisch beim Betrieb derzeit die optimale Lösung
  • niedrige Betriebskosten
  • geeignet nur für Effizienzhaus Neubauten oder für sehr gut gedämmte Altbauten
  • vergleichsweise teuer bei den Kosten der Anschaffung
  • funktioniert nur effizient in sehr gut gedämmten Gebäuden

Weitere Informationen zur Förderung von Heizungsanlagen nach den neuen BEG-Regeln kannst Du in einem extra Förderratgeber Artikel dazu bei uns finden. Gerne kannst Du Dich auch direkt beim BAFA informieren!

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Thema Heizung: Neben dem BAFA fördert auch die KfW bestimmte Heizungsanlagen ©KfW-Bildarchiv/Thorsten Futh

Der 3-Punkte-Check für die passende Heizung

Ob mit oder ohne Förderung durch KfW und BAFA: Du hast aufgrund Deiner Recherchen und Informationen schon eine ungefähre Vorstellung, welche Heizung für Dein Projekt in Frage kommt? Du sammelst Wissen für die konkrete Planung? Dir fehlt vielleicht nur noch eine kurze Übersicht über die grundsätzlichen Parameter für Deine Entscheidung?

Dann fassen wir für Dich die wichtigsten Gründe und Infos von Kunden bei der Anschaffung der beliebtesten Heizungsanlagen (von A-Z) gerne auf einen Blick zusammen: 

Heizungsanlage / Energieerzeugung  je 3 wichtigste Gründe dafür
Biomasseheizung mit Holz (Holzheizung, Pelletheizung, Hackschnitzelheizung, Holzvergaser, Scheitholzheizung)
  • Ausreichend Platz im Haus (mit Keller) ist verfügbar für den Vorrat an Brennstoff und einen Pufferspeicher (bis zu 1.000 Litern Inhalt).
  • Unabhängigkeit von Gas & Öl ist gewünscht.
  • Eine höhere Investition für die Installation der Heizungsanlage kannst Du Dir leisten.
Gasheizung mit Gas-Brennwerttechnologie
  • Wenig Platz im Haus (kein Keller) ist verfügbar.
  • Ein Gasanschluss ist vorhanden oder ein Gastank auf dem Grundstück ist kein Problem.
  • Ein Erzeuger von Wärme mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis ist gewünscht.
Gas-Hybridheizung mit Solarthermie
  • Eine Gasheizung ist schon vorhanden.
  • Ein zweiter Versorger für die Unterstützung der Wärmeversorgung ist gewünscht, um immer am günstigsten zu heizen.
  • Durch Solarthermie mehr Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen gewinnen.
Ölheizung mit Öl-Brennwerttechnologie
  • Ein Öltank im Wohngebäude oder auf dem Grundstück ist kein Problem bzw. schon vorhanden.
  • Ein Erzeuger von Wärme mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis ist gewünscht.
  • Die Zukunftssicherheit durch Bio-Öle in der Öl-Brennwerttechnik ist gegeben.
Photovoltaik Systeme zur Erzeugung von Strom  
  • Das Haus verfügt über eine unbeschattete große Dachfläche nach Süden, Westen oder Osten.
  • Selbst produzierter Strom soll smart genutzt werden.
  • Eine Wertsteigerung der Immobilie durch Einsatz von Zukunftstechnologien, die das Klima schützen, ist gewünscht --> Photovoltaik als Aufwertung.
Stromerzeugende Heizung mit einem Blockheizkraftwerk (BHKW) auf Basis von Gas, Öl & Holz 
  • Eine halbwegs moderne Gas-, Öl- oder Holzheizung ist bereits in Betrieb.
  • Du möchtest sparsamer heizen und bis zu 40 Prozent der Kosten für Energie sparen, ohne gleich die ganze Technik zu ändern.
  • Mehr Unabhängigkeit von steigenden Kosten für Strom bzw. für fossile oder regenerative Brennstoffe ist gewünscht.
Thermische Solarsysteme (Solarthermie) zur Heizungsunterstützung und Warmwasseraufbereitung 
  • Das Haus verfügt über eine unbeschattete große Dachfläche nach Süden, Westen oder Osten.
  • Du wünschst die kostenlose Energie der Sonne zur Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung zu nutzen.
  • Eine Wertsteigerung der Immobilie durch Einsatz von Zukunftstechnologien, die das Klima schützen, ist gewünscht --> Solarthermie als Aufwertung.
Wärmepumpe 
  • Das Haus ist sehr gut gedämmt, am besten sehr energieeffizient nach EH55-Standard oder besser.
  • Du verfügst zum Heizen über große Heizflächen wie etwa eine Fußbodenheizung in allen wichtigen Räumen.
  • Die höhere Investition für die Installation der Heizungsanlage kannst Du Dir leisten.
Warmwassersysteme und Heizsysteme elektrisch 
  • Die elektrische Heizung und elektrische Warmwasseraufbereitung erledigen ihre Arbeit getrennt.
  • Moderne vollelektronische Geräte und Heizkörper sind gewünscht, die günstig in der Anschaffung und arm an Kosten bei der Wartung sind.
  • Ein Energieverbrauch fällt nur bei direkter Nutzung an (wenn Heizung oder warmes Wasser benötigt wird).
Wohnungslüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung durch Wärmepumpe 
  • Du planst den Bau eines Niedrigenergie- oder Passivhauses.
  • Eine optimale Kombination von der Lüftung des Wohnraums und der Rückgewinnung von Wärme bis hin zum Heizen zu finden, ist gewünscht.
  • Durch einen ausgeglichenen Feuchtehaushalt und ein top Raumklima willst Du Schimmelbefall und Bauschäden vermeiden.

Ungefähre Kosten je Heizungsanlage im Vergleich 

Pauschal zu beziffern, was die genauen Kosten für eine neue Heizung welcher Bauart sind, ist relativ kompliziert. In den Anschaffungskosten finden sich schließlich ganz verschiedene Parameter wieder, die von Haus zu Haus verschieden sind. Da fällt jedem Ratgeber der Vergleich schwer. Zudem sind die Kosten der Anschaffung von denen des späteren Betriebs beim Heizen zu trennen. Investieren und Sparen haben viele Facetten!

Nachfolgend haben wir dennoch versucht, am Beispiel eines klassischen EFH, im Altbau, mit einem jährlichen Wärmebedarf von 20.000 bis 30.000 kWh zu schätzen, welcher Kostenrahmen ungefähr möglich ist. Die Preise enthalten dabei zunächst nur den eigentlichen Anlagenpreis, beispielsweise den vom Heizkessel mit Umwälzpumpe, Speicher sowie Zu- und Ableitungen. 

Gasheizung Rohre Therme
Gasheizungen gehören (noch) zu den beliebtesten Heizungsarten im Altbau
Wärmepumpe Neubau
Die Wärmepumpe zählt zu den populärsten Heizungsanlagen im Neubau

Weiterführende Kosten, weil das Wohngebäude zum Beispiel noch gar kein modernes Heizsystem besitzt – also die Kosten für die Rohre und ihre Verlegung, die Heizkörper und ihren Anschluss sowie ggf. die Kosten für die Installation des Heizkessels in das System – kämen letztlich noch on top (*Ausnahme Elektroheizungen einschl. Infrarotheizungen). Zudem haben wir beim Vergleich mögliche (teils erhebliche) Förderungen durch den Staat noch nicht mit berücksichtigt.

Kosten Schätzung je nach Heizungsanlage

Heizung Kosten (von-bis)
Blockheizkraftwerk (BHKW)
auf Basis von Erdgas, Heizöl & Holz
15.000 - 35.000 Euro 
Brennstoffzellenheizung 20.000 - 50.000 Euro 
Elektroheizung 6.000 - 8.000 Euro* 
Fernwärme
(Anschluss an vorhandenes Netz)
4.000 - 6.000 Euro 
Gasheizung 6.000 - 11.000 Euro 
Gas-Hybridheizung
(mit Solarthermie)
10.000 - 17.000 Euro
Hackschnitzelheizung
(Holzheizung)
20.000 - 26.000 Euro 
Holzvergaser Heizung
(Holzheizung)
10.000 - 15.000 Euro 
Infrarotheizung 6.000 - 8.000 Euro* 
Ölheizung  7.000 - 12.000 Euro 
Pelletheizung
(Holzheizung)
15.000 - 23.000 Euro 
Scheitholzheizung
(Holzheizung)
11.000 - 17.000 Euro
Solarthermie-Anlage  5.000 - 10.000 Euro** 
Wärmepumpe 15.000 - 25.000 Euro***

*Diese Kalkulation gilt für Heizsysteme mit jeweils ca. 12 Heizkörpern im gesamten Haus. 
**Nicht als Alleinheizung, sondern nur als Unterstützung für die Hauptheizung gedacht. 
***Günstige Luft-Wärmepumpen oder reversible (heizende) Single-Split-Klimaanlagen gibt es teilweise auch schon zu Kosten von 8.000 Euro oder noch deutlich günstiger zu kaufen. Teure Erdwärmepumpen hingegen können auch deutlich oberhalb von 30.000 Euro kosten.

Um aber auch mal zu einer Schätzung aller Kosten für eine Komplettanlage einschließlich allem Zubehör wie Rohre, Heizkörper und Montagearbeiten zu finden, haben wir unter den o.g. Voraussetzungen (EFH, Altbau, Wärmebedarf 20.000 bis 30.000 kWh pro Jahr) noch eine grobe Prognose am Beispiel einer bislang üblichen Gasheizung ermittelt. Eine vergleichbare Aufrechnung funktioniert häufig ebenso mit anderen Heizungsarten.

Vorausgesetzt die Heizungsanlage der Gasheizung selbst kostet dabei 6.000 Euro, kämen hier ca. noch folgende Kosten hinzu: 

  • 3.000 Euro für die Rohre 
  • 1.500 Euro für das Verlegen der Rohre hin zum Verbraucher (Heizkörper)
  • 4.000 Euro für die Installation vom Heizkessel 
  • 2.000 Euro für die Heizkörper 
  • 2.500 Euro für den Anschluss der Heizkörper (einschließlich Ventile, Thermostate und hydraulischem Abgleich) 

Ein komplettes betriebsbereites Heizsystem wäre bei dieser Form der Modernisierung in Summe (Anlage + Produkte + Montage) also etwa für Preise um die 19.000 Euro zu kaufen. Damit kämen unterm Strich ca. noch 13.000 Euro zur eigentlichen Heizung hinzu. In der Regel ist es dabei egal, ob die Heiztechnik selbst mit Gas, Öl oder Pellets betrieben wird. Und selbst eine Wärmepumpe braucht ebenfalls Rohre, Ventile und Wärmeverteiler.

Heizungswechsel, Reparatur oder Wartung organisieren

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Noch zur Merkliste: Warmwasserversorgung nicht vergessen

Gerade klang es bei den Heizungsanlagen schon an. Oft vergisst so mancher Ratgeber oder Artikel nämlich ein wichtiges Detail beim Heizsystem, das man von Vornherein mit beachten sollte. Die Rede ist von der Aufbereitung des warmen Wassers zum Beispiel für Dusche, Bad und Spüle. Warmwasser für alle Anwendungen im Sanitär kann über verschiedene zentrale und dezentrale Lösungen bereitgestellt werden. 

Warmwasserversorgung Dusche Brause
Eine zentrale Versorgung mit Warmwasser über die Hauptheizung ist bequem und günstig

Generell funktionieren all diese Geräte für die Warmwasserversorgung allerdings nur auf eine von zwei Arten: 

  1. Zentrale Warmwasserversorgung: Die zentrale Heizung des Hauses erwärmt das Wasser zum Heizen und das Wasser für den Gebrauch gleichzeitig. Dafür sind getrennte Kreisläufe notwendig. Das Heizungswasser zirkuliert im geschlossenen Heizkreislauf.

    Das Warmwasser für den Gebrauch dagegen wird im parallelen Warmwasserspeicher vorgehalten, bis es durch die Bewohner entnommen wird. So finden die Nutzer fürs Duschen, im Bad und beim Spülen mehr Komfort vor. Zudem verursacht eine zentrale Warmwasserversorgung im Vergleich oft weniger Kosten beim Betrieb als eine dezentrale Anlage.

  2. Dezentrale Warmwasserversorgung: Besitzt das Wohngebäude allerdings beispielsweise eine nicht wasserführende Holzheizung, einzelne Elektroheizungen oder Ähnliches kann schlechterdings das Warmwasser nicht zentral gemeinsam mit dem Heizwasser aufbereitet werden. Dann erfolgt die Warmwasseraufbereitung dezentral.

    Dazu lassen sich Produkte wie Durchlauferhitzer oder Artikel wie Boiler direkt in Bad oder Küche nutzen. Boiler speichern warmes Wasser und halten es für die Entnahme vorrätig. Sie benötigen die ganze Betriebszeit über Energie. Durchlauferhitzer können Energie sparen, denn sie nutzen nur dann Strom, wenn das Wasser im Durchlauf (zum Beispiel bei Entnahme im Bad) erwärmt wird. Braucht’s im Bad gerade kein warmes Wasser, wird keine Energie verbraucht.

Ratgeber Heizungsanlagen im Überblick:

Michael Claus

Autor

Michael Claus ist staatlich geprüfter Techniker und Hausbesitzer. Als faktenorientierter Mensch bevorzugt er schlaue Lösungen. Mit über 20 Jahren praktischer Erfahrung teilt er sein Fachwissen und seine umfangreiche Expertise gerne beim Schreiben von unabhängigen Fachartikeln, Rezensionen und Produktvorstellungen.

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