Klimaschutz: praktische Maßnahmen gegen den Klimawandel

Verfasst von: Michael Claus
Zuletzt aktualisiert am:
klimaschutz
In diesem Artikel
  • Extreme Wetterlagen: Der Klimawandel macht sich weltweit immer stĂ€rker bemerkbar. 
  • Wie Hausbesitzer und EigentĂŒmer schlau gegen die Folgen vorsorgen können. 
  • 75 Tipps fĂŒr konkrete Maßnahmen gegen den Klimawandel!

Klimaschutz beginnt zuhause. Setze bewusst auf CO2 arme Technologien zum Heizen, KĂŒhlen, LĂŒften und DĂ€mmen. Reduziere Deine Emissionen von Treibhausgasen. Hab emissionsarme und umweltfreundliche Konzepte beim Bauen, Leben und Wohnen fest im Blick. Stelle Deinen individuellen Verkehr auf gesĂŒndere FĂŒĂŸe. 

Klimaschutz geht uns alle an! Beim Klimaschutz sollten wir alle noch viel mehr Initiative ĂŒbernehmen. Denn Klimaschutz ist mehr als Verantwortung fĂŒr irgendein ĂŒbergeordnetes Wohl mitzutragen. Mit konsequentem Klimaschutz schĂŒtzt Du zuallererst einmal nachhaltig Dein Eigentum – Dein Einfamilienhaus, Deine Eigentumswohnung, Dein Ferienhaus, Deine Immobilie. 

SpÀtestens seit Paris 2015: Klimaschutz ist Gesundheitsschutz, Klimaschutz betrifft alle!

Klimaschutz: Warum das Thema fĂŒr EigentĂŒmer so wichtig ist? 

Milde Winter, sprunghafte Sommer, Starkregen, Überschwemmungen, DĂŒrre, Trockenheit und Hitzewellen: Mit dem Klimawandel haben inzwischen wohl die meisten Menschen auch in Deutschland bereits persönlich Bekanntschaft geschlossen. Der Klimawandel scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein, zumindest nicht komplett. 

Dabei ist man in den hiesigen Breitengraden gegen KĂŒhle und KĂ€lte traditionell noch besser gewappnet als gegen Hitze und Trockenheit. Mittlerweile ĂŒberrollen aber fast jedes Jahr extreme Hitzewellen mit Temperaturen von ĂŒber 40 Grad Celsius Deutschland. Solche Extreme des Klimawandels machen den Menschen schwer zu schaffen. Sie beeintrĂ€chtigen zudem Wirtschaft und Unternehmen negativ. 

Ob wir gemeinsam unsere Klimaziele erreichen, bleibt ungewiss. Versuchen und zwar mit aller Kraft sollten wir es aber zumindest. Das sind wir den Menschen der Zukunft schuldig.

Auch wenn es einige Menschen entgegen jeder Erkenntnis der Wissenschaft immer noch leugnen. Die internationale Klimakrise hat lĂ€ngst begonnen. Dabei sind die Ziele sind nach Paris 2015 klar definiert. Bei der maßgebenden UN Klimakonferenz beschloss die Politik aus allen teilnehmenden LĂ€ndern die Begrenzung der globalen ErwĂ€rmung auf deutlich unter 2, besser noch 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum Stand des vorindustriellen Zeitalters. 

Verminderung der Treibhausgasemissionen, Absenkung der ErderwĂ€rmung, weniger Verbrauch von Ressourcen, Förderung erneuerbarer Energien, weniger Verschmutzung der Umwelt
 am Ende sollen alle Themen und Ziele auf ein Ziel einzahlen: eine lebenswerte Umwelt in einem menschenfreundlichen Klima sicherzustellen! 

Landschaften aus Beton, Stein und Asphalt ohne grĂŒne Oasen dazwischen: Ergebnis? Hitzestress!
Landschaften aus Beton, Stein und Asphalt ohne grĂŒne Oasen dazwischen: Ergebnis? Hitzestress!
GrĂŒne StĂ€dte in Deutschland, wie beispielsweise Potsdam, leiden weniger unter Hitzestress
GrĂŒne StĂ€dte in Deutschland, wie beispielsweise Potsdam, leiden weniger unter Hitzestress

Stress und Folgen durch Hitze: 

Ganz besonders hart treffen Hitzeperioden hierzulande hĂ€ufig die Menschen, die im Winter eher noch vom Gegenteil der traditionell aufs Heizen ausgelegten deutschen Baukultur profitieren – die Menschen in der Stadt. Die Entwicklung der Flucht in die Ballungszentren wirkt sich teils ebenfalls negativ im Sinne des Klimawandels aus. 

Dabei sind die baulichen GrĂŒnde fĂŒr den zunehmenden Hitzestress in Deutschland oft konsequent selbst gemacht. Denn: 

  • Die WĂ€rme hĂ€lt sich viel besser in massiv errichteten Betonbauten und BetonflĂ€chen mit wenig GrĂŒn dazwischen. 
  • Die ansteigende FlĂ€chenversiegelung mit Straßen, Wegen und PlĂ€tzen aus Asphalt, Stein, Schotter, Kies bzw. wiederum Beton tut ihr Übriges. 
  • Die Nachverdichtung mit weiteren Bauten in ehemaligen BaulĂŒcken, die durch steigende Immobilienpreise noch an AttraktivitĂ€t gewinnt, komplettiert den ungesunden Hitzekreislauf. 

Das Ergebnis lautet: Die Hitze wird zuweilen unertrĂ€glich. Viele Menschen wĂŒnschten sich ein bisschen mehr KĂŒhle und Luft zum Atmen. KlimaschĂŒtzer fordern deshalb zum Beispiel schon seit Jahrzehnten eine grĂŒnere Stadtplanung. Pflanzen reinigen nĂ€mlich nicht nur die Luft. Pflanzen regulieren auch Feuchte und Temperatur der Luft. 

Möglichst viele gesunde Pflanzen gehören fest zum Klimaschutz dazu. Wo nicht ausreichend Pflanzen zum Regulieren da sind, wird nichts reguliert, zumindest nicht auf natĂŒrliche und nachhaltige Art und Weise. Auch Eigenheimbesitzer wissen: Ein grĂŒnes GrundstĂŒck mit Garten sieht nicht nur toll aus. Es spendet zudem ein lebenswerteres Mikro-Klima zum WohlfĂŒhlen. 

Überschwemmungen und WasserschĂ€den sind vermutlich schon ernste Folgen des Klimawandels
Überschwemmungen und WasserschĂ€den sind vermutlich schon ernste Folgen des Klimawandels
Maßnahmen beim Hausbau immer zu 100 Prozent auf ihre aktuelle Klimaeignung prĂŒfen
Maßnahmen beim Hausbau immer zu 100 Prozent auf ihre aktuelle Klimaeignung prĂŒfen

Folgen und SchĂ€den durch Starkregen und Überschwemmungen: 

Weiter zunehmend sind ebenfalls die Starkregenphasen. Folgt auf wochenlangen Sonnenschein, wie ihn jeder Radiosender freudig als „schönes Wetter“ vermeldet, irgendwann der Starkregen, hat das ebenso Konsequenzen. Weniger gilt das fĂŒr stabile deutsche DĂ€cher. Denen kann ein kleiner Sturm, der mit dem Starkregen oft einhergeht, meist wenig anhaben. 

Sehr viel mehr SchĂ€den verursacht der Starkregen an anderer baulicher Infrastruktur. Keller laufen voll. Feuchtigkeit drĂŒckt durch ansonsten tadellose Fensterdichtungen. Oder GrundstĂŒcke in WassernĂ€he werden beispielsweise durch BĂ€che, die sich in Minuten in reißende FlĂŒsse verwandeln, gĂ€nzlich zur Wasserlandschaft. 

Auch hier sind die baulichen GrĂŒnde fĂŒr den Stress bei der BewĂ€ltigung großer WasserabflĂŒsse hĂ€ufig sprichwörtlich hausgemacht: Denn: 

  • Alten FlusslĂ€ufen wurde durch ihre Begradigung die FĂ€higkeit genommen, ĂŒberschĂŒssiges Wasser in Sicken und Mulden in offenen Boden abzuleiten. 
  • Im stĂ€dtischen Raum und auf etlichen privaten GrundstĂŒcken sind viel zu viele FlĂ€chen versiegelt. Versiegelte FlĂ€chen können kein Wasser aufnehmen. SickerflĂ€chen? Fehlanzeige! Doch irgendwohin muss das Wasser, selbst dann, wenn es die Kanalisation nicht mehr schafft. 
  • Zig EinfamilienhĂ€user werden immer noch bewusst mit vollem Risiko in natĂŒrliche Überflutungsgebiete gebaut. Oder beim Bau des Eigenheims ignorieren die Bauherren konsequent das GefĂ€lle des GrundstĂŒcks und die Dichtigkeit von Bodenwanne und Kellerfenstern gleich mit. 

Wer aber den Lauf des Wassers ignoriert, das immer irgendwann kommt, dem ergeht es wie denen, die den Lauf der Zeit verkennen. Die RealitĂ€t holt sie ein. GrundstĂŒcke und Infrastruktur, die schon bei der Planung berĂŒcksichtigen, dass es nur im Einklang mit Klima und Wetter geht, kommen dagegen mit trockenen FĂŒĂŸen auch durch Starkregenperioden.

Auf der Suche nach Lösungen lautet der kleinste gemeinsame Nenner oft Energieeffizienz
Auf der Suche nach Lösungen lautet der kleinste gemeinsame Nenner oft Energieeffizienz

Klimawandel pragmatisch: Gegen die Folgen kann man etwas unternehmen! 

Apropos Planung: Den Klimawandel zurĂŒckzudrehen oder gar aufzuhalten, ist vielleicht nicht mehr möglich. Sehr wohl möglich ist es aber, den Klimawandel durch Klimaschutz zu verlangsamen und vor allem, sich mit den Auswirkungen des Klimawandels zu arrangieren. Hierbei legen wir den Fokus bewusst auf die Millionen kleiner Haushalte und privaten EigentĂŒmer in Deutschland. 

Denn die vielen Projekte von der Bundesregierung, den Ministerien des Bundes und der LĂ€nder, von den Kommunen sowie der EU Kommission sind zwar sicherlich hilfreich. Die öffentlichen Förderprogramme beim Bauen und Sanieren setzen wichtige Anreize fĂŒr Bauherren, Industrie und Wirtschaft. Doch Klimaschutz ist nicht allein Sache der Umwelt-, Wirtschafts- oder Klimapolitik. 

Das Wort Maßnahmen kommt von Maß nehmen. Wer ein Ziel wie den Klimaschutz verfolgt, kann auch persönlich und individuell gut Maß fĂŒr eigene Maßnahmen nehmen.

Wer mit echter Nachhaltigkeit bauen und sanieren will, tut das in erster Linie aus Überzeugung, nicht allein der ökonomischen Anreize einer Förderung wegen. Wer sein Eigentum im Einklang mit dem Klima nachhaltig schĂŒtzen will, der ist selbst seine beste Klimaschutzinitiative. Denn wer Klimaschutz versteht, der schĂŒtzt das Klima schon allein aus Eigeninteresse! 

Welche Folgen können Hausbesitzer beim Klimawandel einplanen? 

  1. Energieeffizienz: Wer energieeffizient baut, der tut nicht nur etwas gegen den Klimawandel, sondern vor allem fĂŒr sich selbst. Energieeffiziente GebĂ€ude mit guter DĂ€mmung schĂŒtzen Dich vor zu hohen Verbrauchskosten. Dazu minimieren Sie Deine AbhĂ€ngigkeit von EngpĂ€ssen bei der Energieerzeugung und beim Verbrauch fossiler Brennstoffe
    Auf dem sonnenreichen Dach produziert Solartechnik wie eine private Photovoltaik-Anlage prima eigenen Strom. GĂŒnstige Solarthermie-Kollektoren können bis zu 100 Prozent Deiner Versorgung mit Warmwasser sicherstellen. Kleine Windkraftanlagen liefern ebenfalls erneuerbare Energien. Mit erneuerbaren Energien wiederum kannst Du easy Deine nachhaltige Heizung wie zum Beispiel eine WĂ€rmepumpe betreiben. 
  2. Schutz vor allen Wetterlagen: Die bereits genannten Hitzeperioden und Starkregenphasen nehmen ebenso zu wie StĂŒrme und andere extreme Wetterlagen. SchĂŒtze Dein Eigentum und Deine Gesundheit, indem Du Dich darauf einstellst. Versiegele Dein GrundstĂŒck beispielsweise nicht zu stark, so dass starke NiederschlĂ€ge gut ablaufen und versickern können. 
    Baue Dein Haus nicht in natĂŒrliche Senken und Mulden. Dichte Deine Bodenwanne samt Keller gut ab gegen Feuchtigkeit. Bepflanze Deinen Garten reichhaltig mit BĂŒschen, BĂ€umen und Gehölzen. Auch horizontales GrĂŒn draußen am Haus wirkt Wunder fĂŒr das Raumklima innen. Ein kleiner englischer Rasen allein zwischen mehreren Garagen und zig Kieswegen ist keine ausreichende grĂŒne Lösung. 
  3. Smarte Technik zum Heizen, KĂŒhlen und LĂŒften: Setze schon bei der Planung bewusst auf smarte, moderne und konkrete Lösungen zum Heizen, KĂŒhlen und LĂŒften. Eine zentrale Klimaanlage oder zumindest eine moderne Multi-Split-Klimaanlage kĂŒhlt effizient wĂ€hrend der zunehmend heißeren Sommermonate. 
    Im Winter kannst Du mit ihr dank selbst erzeugtem Solarstrom sogar Deine Heizung unterstĂŒtzen. Bei der Hauptheizung setze kĂŒnftig lieber ebenso auf erneuerbare EnergietrĂ€ger, die Dich unabhĂ€ngiger von Treibhausgasemissionen machen. Neben der bereits erwĂ€hnten WĂ€rmepumpe gibt es dafĂŒr auch sehr smarte Biomasse- und Holzheizungen
  4. Förderung: Nur, weil man nicht allein der Förderung wegen etwas fĂŒr das Klima tut, heißt das nicht, dass man auf Förderung vom Staat verzichten sollte. Wenn der Staat, das Bundesland, die Kommunen oder andere öffentliche TrĂ€ger der Klimaschutzpolitik Dir wirtschaftliche Vorteile bieten fĂŒr die Nutzung einer besonders erwĂŒnschten Technologie zur Energiewende, dann nutze diese! 
    Nachhaltige Technologien kommen schließlich nicht nur Deinem Geldbeutel bei den laufenden Kosten zugute, sondern auch dem Klimaschutz. Doch oft ist die Anpassung an diese Technik noch relativ teuer bei der Anschaffung. Fördermöglichkeiten wie zum Beispiel ZuschĂŒsse und Kredite fĂŒr die neue Heizung helfen Dir, Deine Anfangsinvestitionen zu senken.
Nachhaltiges Bauen gehört zum Klimaschutz und zwar als eigenes Thema
 auch bei uns!
Nachhaltiges Bauen gehört zum Klimaschutz und zwar als eigenes Thema
 auch bei uns!

Klimaschutz in unserem Überblick 

Wenn Du Dich ĂŒber Fragen und Antworten zum Klimaschutz informieren möchtest, interessieren Dich sicherlich Ă€hnliche Themen wie viele andere EigentĂŒmer, HĂ€uslebauer und Wohnungsinhaber. Unserer Erfahrung nach sind das neben der FörderfĂ€higkeit bestimmter Maßnahmen wie Heizungen hĂ€ufig vor allem folgende Rubriken von großem Interesse: 

  • Klimawandel Themen 
  • Nachhaltiges Bauen 
  • Initiativen Klimaschutz 

Einige Aspekte, wie erste Empfehlungen fĂŒr nachhaltiges Bauen, Themen rund um erneuerbare Energien oder praktische Tipps zu Einsparmöglichkeiten reißen wir hier auf dieser Seite schon an. Denn auch beim Klimaschutz hĂ€ngt wie so oft wieder alles mit allem zusammen. Aus fast jedem Thema des Klimawandels lĂ€sst sich eine praktische Hilfestellung ableiten. 

Was kannst Du bei welchem Problem unternehmen? Wer fördert was? Was bedeuten bestimmte Förderprogramme von Bundesregierung, Bundesministerium, Ministerium eines Landes oder der sonstigen öffentlichen Hand fĂŒr Dich? Gibt es spannende Publikationen zu einem Thema? Welche Ziele kannst Du daraus fĂŒr Dich ableiten? Das und noch viele Informationen mehr kannst Du in unseren Artikeln hier erfahren. Klick einfach auf den Link! 

75 Tipps fĂŒr den Klimaschutz im eigenen Heim 

Klimaschutz ist nicht nur eine Sache, die allein im großen Rahmen funktioniert. Die Summe vieler Kleinigkeiten entscheidet ebenso. Mit jedem Gramm Kohlendioxid, dessen Erzeugung Du vermeidest, investierst Du quasi in Deine eigene Zukunft. Aktiver Klimaschutz fĂ€ngt im Alltag an, ganz praktisch bei den kleinen Dingen zuhause! 

100 Prozent klimafreundlich: der öffentliche Personen-Nahverkehr in Deutschland
100 Prozent klimafreundlich: der öffentliche Personen-Nahverkehr in Deutschland
Bio Landwirtschaft belastet Klima und Umwelt weniger als konventionelle Landwirtschaft
Bio Landwirtschaft belastet Klima und Umwelt weniger als konventionelle Landwirtschaft

UnterschĂ€tze zudem nicht Deine Macht als Konsument. Wenn viele Menschen bei ihren Kaufentscheidungen Ă€hnliche Verhaltensweisen an den Tag legen, wird aus wenigen Prozent Einfluss schnell eine Marktmacht. Die Abstimmung ĂŒber den Klimaschutz findet jeden Tag in Deutschland auch an der Kasse im Supermarkt, in der Drogerie oder im Baumarkt statt. 

Deshalb hier fĂŒr Dich 75 Tipps und Tricks fĂŒr den alltĂ€glichen Klimaschutz, gegen Verschwendung von Energie und fĂŒr weniger Treibhausgase in der Luft (von A-Z): 

Maßnahmen Folgen
AkkugerÀte richtig benutzen 
  • Akkubetriebene Geräte sollten nicht die ganze Zeit am Ladekabel hängen oder in der Ladestation stehen. Handys und elektrische Zahnbürsten beispielsweise sollten erst dann wieder aufgeladen werden, wenn die Zeit dafür ran ist. Sonst ziehen sie kontinuierlich Strom, selbst dann, wenn der Akku noch voller Energie ist. 
Bio-Produkte kaufen
  • In der biologischen Landwirtschaft verbrauchen die Hersteller in Deutschland im Vergleich zur herkömmlichen Landwirtschaft nur ungefähr ein Drittel der Energie aus fossilen Energieträgern. Iss lieber Bio! 
bewusst heizen 
  • Drehe die Heizung im Winter nie voll auf oder nie völlig zu.
  • Stell nur die Raumtemperatur ein, die Du brauchst, um Dich wohlzufühlen. Jeder Grad weniger Raumtemperatur spart sehr viel Energie und Heizkosten.
  • Nutze Thermostatventile an den Heizkörpern. Die drosseln die Heizung bei Erreichen der gewünschten Raumtemperatur automatisch.
  • Verdecke Deine Heizkörper nicht mit Möbeln, Gardinen oder Vorhängen. Diese Wärmebarrieren stören die optimale Zirkulation der Warmluft.
  • Schließe Gardinen, Vorhänge und Rollläden aber bei Nacht, wenn die Heizung runtergedreht ist, damit weniger Wärme durch die Fenster entweichen kann. 
bewusst kochen 
  • Koche im Topf lieber mit Deckel als ohne Abdeckung. 
  • Verwende den richtigen, nicht zu großen Topf.
  • Erhitze heißes Wasser (vorher) lieber im Wasserkocher.
  • Nutze schlau vorhandene Schnellkochfunktionen und -platten.
  • Koche nur mit der Menge Wasser, die Du auch benötigst. 
bewusst kĂŒhlen 
  • Kühle in den heißen Sommermonaten klimabewusst während der Nacht durch Querlüftung.
  • Nutze energieeffiziente Klimaanlagen anstatt mobiler Stromfresser.
  • Schließe bei starker Sonneneinstrahlung Rollos und Gardinen. Hilf Deiner Klimaanlage beim Kühlen! 
bewusst lĂŒften 
  • Lüfte nie mit den Fenstern in Kippstellung: Im Sommer geht Dir dadurch Kühle im Raum verloren, im Winter Wärme. Beides verbraucht unnötig viel Energie und sorgt für überflüssige Emissionen.
  • Fenster richtig auf und Stoßlüften empfiehlt sich zu jeder Jahreszeit.
  • Mit einer modernen Lüftungsanlage brauchst Du (zumindest aus Lüftungszwecken) überhaupt kein Fenster mehr zu öffnen.
  • Mit einer modernen Lüftungsanlage erzeugst Du nicht nur weniger Emissionen. Die Emissionen von draußen kommen zudem nicht mehr in Deine Raumluft hinein. 
bewusste MobilitÀt 
  • Wähle bewusst das richtige Verkehrsmittel für den jeweiligen Zweck. Nicht immer muss es das Auto sein. Gerade in der Stadt kannst Du für kurze Strecken das Auto locker stehenlassen und zu Fuß gehen oder das Fahrrad nehmen.
  • Zur Arbeit fährt es sich in der Stadt ohnehin häufig besser mit dem öffentlichen Nahverkehr.
  • Auf dem Land bleibt oft nur das Auto, zumindest bis zu der Stelle, wo die Anbindung an den öffentlichen Verkehr sinnvoll gegeben ist.
  • Wenn Du viel Auto fahren musst, dann prüfe bitte, ob der Umstieg auf E-Mobilität für Dich von Vorteil ist und was Du dafür zuhause an zusätzlicher Infrastruktur benötigst. Daheim dann am besten auf eigene erneuerbare Energien setzen.
  • Nimm auf der Autobahn den Fuß vom Gaspedal. Langsameres Fahren bei 120-130 km/h spart viel Benzin, Diesel, Strom und Treibhausgasemissionen ein.
  • Bitte schalte den Motor aus bei längeren Wartezeiten an der Ampel, am Bahnübergang oder im Stau. - Fahre nicht permanent überflüssiges Gewicht im Kofferraum durch die Gegend. 
bewusst WÀsche waschen 
  • Wasche Deine Wäsche besser bei niedrigerer Temperatur, als Du es von Mama und Oma gelernt hast. Moderne Kleidung von heute braucht häufig keine Kochwäsche mehr. 30-40 Grad Celsius Wassertemperatur reichen oft völlig.
  • Nutze für nur leicht verschmutzte Kleidung kurze sparsame Schnellwaschgänge.
  • Fülle die Waschmaschinentrommel stets voll mit Wäsche.
  • Verzichte, wenn möglich, auf einen Wäschetrockner und trockne die Wäsche lieber an der frischen Luft. 
bewusste Wassernutzung 
  • Nutze Wasser bewusst und nur in der Menge, die Du auch benötigst.
  • Drehe während der täglichen Körperhygiene zwischendurch das Wasser zu.
  • Verwende in der Dusche einen Brausekopf mit Wassersparfunktion.
  • Installiere sog. Einhebelmischer an den Wasserhähnen, mit denen sich die gewünschte Wassertemperatur viel schneller einstellen lässt.
  • Repariere tropfende Wasserhähne. 
BĂŒroarbeit optimieren 
  • Wenn Du nicht unbedingt einen Desktop-PC benötigst, arbeite lieber an einem Notebook. Denn Laptops arbeiten oft viel energiesparender als Desktop-PCs.
  • Stell an Deinem Computer die Energiesparfunktion ein, die nach spätestens 5 Minuten Deinen Bildschirm und Deine Laufwerke für die Zeit Deiner Abwesenheit in den Ruhemodus versetzt.
  • Nimm Drucker und Scanner nur dann in Betrieb, wenn Du sie gerade wirklich brauchst.
  • Überleg Dir gut, was Du wann ausgedruckt brauchst. Die meisten Dokumente werden heute digital übermittelt. Überflüssige Ausdrucke sind obsolet und verschwenden nur Papier und Energie. 
FlĂŒge vermeiden 
  • Vermeide auf Reisen möglichst Transporte mit Flugzeugen. Gerade Flugzeuge stoßen als Verkehrsmittel viele Schadstoffe, Treibhausgase und sonstige Emissionen aus. Nutze für Inlandsreisen lieber die Bahn.
  • Kannst Du einen Flug mal nicht vermeiden, gleiche Deine CO2 Emissionen für diesen Verkehr freiwillig durch entsprechende Zahlungen an Kompensationsprojekte aus. 
Gartenarbeit lieber manuell 
  • Verzichte, wenn möglich, bei der Gartenarbeit auf Geräte, die Strom oder Benzin verbrauchen. Erledige so viel von Hand, wie es geht.
  • Oder nutze dafür ggf. Geräte, die manuell mit Muskelkraft betrieben werden, wie manuelle Gartenscheren, Sägen oder Schneidwerkzeuge.  
gefrorene Lebensmittel vor dem Kochen auftauen 
  • Lass gefrorene Lebensmittel rechtzeitig bei Zimmertemperatur auftauen, bevor Du sie zum Kochen verwendest. 
Duschen anstatt Baden 
  • Reinige Dich anstatt mit einem Vollbad lieber unter der Dusche. Duschen verbraucht viel weniger Wasser und Energie als Baden. 
GebÀude dÀmmen 
  • Gut gedämmte Gebäude und top isolierte Gebäudeöffnungen verhindern, dass zu viel Wärme oder Kühle ungewollt in die Umwelt entweichen.
  • Vergiss nicht, dass neben der Fassadendämmung und Dachdämmung auch die Deckendämmung und Kellerdämmung sehr wichtig sind.
  • Tausche alte oder einfach verglaste Fenster gegen mehrfachverglaste Thermofenster. Ähnliches gilt für Türen mit und ohne Fenstereinsatz. 
Heizung regelmĂ€ĂŸig warten 
  • jede Heizungsanlage (ganz egal, ob sie erneuerbare oder fossile Energie nutzt) sollte rechtzeitig vor Herbst und Winter regelmäßig gewartet werden. Denn nur der Fachmann stellt sicher, dass sie in der Heizsaison optimal arbeiten. 
Kauf von NeugerÀten 
  • Wenn Du ein neues Gerät kaufst, informiere Dich stets über moderne Alternativen. Das gilt nicht nur beim Kauf der neuen Heizung oder Klimaanlage, sondern auch beim Kauf neuer Kühlschränke, Waschmaschinen, TV-Geräte u.v.m.
  • Vergleiche nicht nur die Kosten für die Anschaffung des Geräts, sondern auch die Kosten für dessen Betrieb im Jahresmittel.
  • Energieberatung: Achte beim Kauf neuer Geräte immer auf den Energieausweis. Am freundlichsten für Umwelt und Klima arbeiten Geräte, die Zahlen und Daten der Energieeffizienzklasse A+++ nachweisen! 
Kinder sensibilisieren 
  • Erkläre Deinen Kindern, warum es wichtig für Mensch, Klima und Umwelt ist, sparsam mit Energie umzugehen, möglichst klimaneutral erneuerbare Energie zu verwenden und durch schädliche Stoffe nicht zu viele Treibhausgase zu erzeugen.
  • Lass Deine Kinder bewusst Natur erleben, damit sie einen engeren Bezug zu ihrer natürlichen Umwelt gewinnen. 
KĂŒhlschrank & Gefrierschrank richtig nutzen 
  • Kühlschränke brauchen viel Strom. Stell das Gerät also gleich an einem kühlen Ort auf. Dann verbraucht es weniger Energie.
  • Öffne die Tür des Kühlschranks nicht länger als nötig.
  • Lass warme Lebensmittel vor dem Einstellen abkühlen.
  • Taue Deinen Kühlschrank regelmäßig ab. Dann kühlt das Gerät effizienter bei geringerem Stromverbrauch.
  • Schalte Deinen Kühlschrank bei langer Abwesenheit aus. 
NachfĂŒllpackungen kaufen 
  • Greif beim Einkauf zur Nachfüllpackung. Das vermeidet unnötigen Müll, überflüssigen Verbrauch von Ressourcen und sinnlose Treibhausgase. 
MehrwegbehÀlter nutzen 
  • Jedes Mehrwegsystem schützt die Umwelt und das Klima! Kauf zum Beispiel Getränke lieber in Mehrwegflaschen aus Glas oder Plastik statt in Einwegflaschen. Gleiches gilt für die Verwendung von Stofftaschen und Einkaufskörben anstelle der von Plastiktüten. 
Recyclen und Recyclingprodukte bevorzugen 
  • Die Wiederverwendung von Rohstoffen benötigt weniger Energie und Wasser als deren Neuherstellung.
  • Nimm an Recycling-Kreisläufen teil. - Kauf lieber Recyclingprodukte. 
regionale Produkte wÀhlen 
  • Kauf lieber regionale Produkte als importierte Artikel. Kürzere Transportwege vermeiden viel CO2 und Treibhausgase. 
richtig Geschirr spĂŒlen 
  • Spüle Geschirr nicht von Hand unter laufendem Wasser, egal ob kalt oder warm.
  • Verwende zum Geschirrspülen entweder einen Geschirrspüler. Der verbraucht je nach Modell und Größe im gewöhnlichen Haushalt durchschnittlich nur 7-15 Liter Wasser je Spülvorgang.
  • Nutze den Geschirrspüler im Energiesparmodus und befülle ihn vor jeder Verwendung voll.
  • Oder wasche sehr bewusst von Hand ab, indem Du das angefeuchtete Geschirr zunächst nur mit dem Schwamm einseifst und dann alles zusammen in 5 Liter kaltem Wasser abspülst. Das funktioniert, wenn man sich dran gewöhnt hat! 
sparsame Raumbeleuchtung 
  • Bei der Verwendung alter Glühbirnen wird 90-95 Prozent mehr Strom verbraucht als bei genügsamen LED- oder Energiesparlampen. Rüste Deine Beleuchtung im Haus komplett auf LED oder Energiesparlampen um.
  • Beleuchte nur die Räume, in denen Du Dich gerade aufhältst. Schalte überflüssige Beleuchtung aus. Ja, Emissionen kann man einfach den Schalter ausschalten! 
Wasserstop an der Toilette benutzen 
  • Die sog. Spülstopp- oder Spartaste an der Klospülung spart immens viel Wasser. Spüle nicht für jeden kleinen Toilettengang 10 Liter Wasser durch Dein Klosett. Drücke Halt, wenn das Becken sauber ist. Sauberer wird’s nicht!  
Standby Modus vermeiden 
  • Elektrische und elektronische Geräte müssen nicht permanent im Standby-Modus laufen. Schalte sie richtig aus!
  • Für das Ausschalten in Zeiten längerer Abwesenheit empfehlen sich einfache Steckdosenleisten mit Schalter. Im Urlaub muss beispielsweise nicht die ganze Zeit der Fernseher oder der WLAN-Router in Stand-by weiterlaufen. Allein damit sparst Du im Jahr bis zu 70 oder 80 Euro. 
weniger Fleisch essen 
  • Produkte aus Fleisch sind mit besonders vielen Emissionen an CO2 und Treibhausgasen verbunden. Für neue Weiden wird Regenwald abgeholzt. Für das Tierfutter braucht es Unmengen von Soja. Die Tiere selbst stoßen große Mengen an Methan aus. Hunderte bis Tausende Liter Wasser fließen in die Tierernährung. Verbrauche deshalb bitte weniger ressourcenintensives Fleisch. 

Hinweis fĂŒr Feedback

Sollten Dir noch weitere praktische und nĂŒtzliche Tipps bekannt sein, die dem Klimaschutz helfen und die Treibhausgasemissionen senken, kontaktiere uns bitte unter info(at)bewusst-heizen.de. Gerne nehmen wir Deine Anregungen und Hinweise auf. Wir sind immer bestrebt, unsere Informationen fĂŒr den Verbraucher noch besser zu machen. Vielen Dank, dass Du uns dabei hilfst!

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