Energiespartipps zum Heizen

Smartes Heizen spart Geld und erhöht Komfort

Wohl temperierte Wohnräume und sinnvoll beheizte Nutzräume sind ein Grundbedürfnis. Das gilt für den Menschen ebenso wie für alle Sachen und Dinge, die in den Räumen gelagert werden. Was genau das bedeutet – wohl temperiert und sinnvoll, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Mehr dazu erfährst Du hier! 

Komfortable und angenehme Temperaturen durch richtiges Heizen
Komfortable und angenehme Temperaturen durch richtiges Heizen

Das Baujahr, das Baumaterial, die klimatisch regionalen Besonderheiten, der bauliche Gesamtzustand und vor allem die Art der Nutzung unterscheiden sich von Einzelfall zu Einzelfall. Nicht jedes Haus und nicht jede Wohnung sind gleich. 

Falsch geheizte Räume sind freilich stets von Nachteil für Mensch und Material. Denn genau vom Einzelfall ist letztlich abhängig, was präzise nötig ist, um die richtige Mischung aus gesundem Wohnklima und niedrigem Energieverbrauch zu finden. 

Korrekte Temperierung verschiedener Wohn- und Nutzflächen

Nicht jedes Zimmer und nicht jeder Raum benötigen dieselbe Temperatur. Flächen zum Schlafen oder zum Lagern von Lebensmitteln (Vorratskammern beispielsweise) profitieren sogar von weniger hohen Temperaturen. 

Die Temperatur in Schlafzimmern, in Zimmern bei Abwesenheit oder in Zimmern mit geringer Nutzung kann ruhig deutlich gesenkt werden. Bei 16-20 Grad Celsius schläft und lagert es sich ohnehin besser. 

Die richtige Temperatur ist nicht immer die höchste Temperatur. Heizen in Maßen ist oft besser als Heizen in Massen.

Und wie eingangs im Übersichtsartikel schon erwähnt, senkt jedes Grad weniger die Heizkosten in den entsprechenden Bereichen um ca. sechs Prozent. Unter 14 Grad solltest Du Deine Zimmer jedoch ebenfalls nicht abkühlen lassen, da es sonst zu Feuchteschäden und Schimmelbildung kommen kann. 

Gerade dann, wenn nämlich warme Luft aus höher beheizten Räumen zu oft in den kühleren Bereich hineinströmt, führt dieser Austausch in den kühleren Räumen zum Anstieg der Luftfeuchte. Deshalb sollten die Türen zu niedrig temperierten Räumen in der Regel gut geschlossen bleiben. 

5 Tipps zum richtigen Heizen auf einen Blick

  • Energieverlust vermeiden: Beim richtigen Heizen im Winter kommt es vor allem darauf an, möglichst wenig Wärme an die Umgebung zu verlieren. Wenn Wärme durch undichte Fenster, Ritzen oder permanent geöffnete Kellerfenster und Dachfenster entweicht, erreichst Du das das ganze Gegenteil von Energieverlust vermeiden.
  • Dosierung: Nicht jeder Raum benötigt 20-24 Grad Zimmertemperatur. Schlafen beispielsweise in überheizten Räumen ist ungesund und teuer zugleich. In der Kammer für Speisen und Lebensmittel halten sich dieselben viel länger bei 16 Grad frisch. Und in der Küche reichen 20 Grad ohnehin, weil Kühlschrank und Herd mitheizen. 
  • Aufmerksamkeit auf funktionierende Anlagen: Deine Heizung sollte optimal arbeiten. Schwergängige Thermostate oder ein Glucksen und Gurgeln in den Rohren deuten darauf hin, dass sie das nicht tut. Achte also darauf! 
  • Wartung: Damit Du kein Geld mit einer ineffektiven Heizungsanlage verschwendest, lass Deine Heizung regelmäßig warten. Tust Du das nicht, kann Deine Heizung im schlimmsten Fall sogar den Geist aufgeben. Für gewöhnlich passiert das dann natürlich immer genau dann, wenn man es am wenigsten braucht – im tiefsten Winter. 
  • Freistellung: Wer seine Heizung und vor allem sein Raumklima liebt, belastet die Heizung nicht mit artfremden Zusatzaufgaben. Mit Wäsche auf den Heizkörpern, dicken Gardinen davor oder gar Möbeln, die den Heizkörpern „verstecken“, lässt sich nicht optimal heizen. Achte darauf, dass Deine Heizkörper freistehen und die Wärme gut abströmen kann.

Was bedeuten die verschiedenen Stufen am Regler bzw. am Thermostatventil?

Ganz gleich, ob Du das Ventil an Deiner Heizung auf 2, 3 oder 5 stellst – der Raum heizt sich dadurch genauso schnell bzw. langsam auf wie bei allen anderen Einstellungen. Nur wird eben auf Stufe 5 viel mehr Energie verbraucht. 

Die Stufen des Thermostatventils dienen lediglich der Endaussteuerung der Höchsttemperatur. Schneller geht’s durch Höherdrehen nicht. Ist die gewünschte Höchsttemperatur erreicht, hält das Thermostat die Wärmezufuhr an. Die Stufen am Ventil haben dennoch durchaus eine Bedeutung. 

  • Stufe * (Sternchen): Das ist die Stufe für den Frostschutz. Der lässt die Raumtemperatur für gewöhnlich nicht unter 5 bis 7 Grad Celsius absinken. 
  • Stufe 1: Das ist die Stufe für kalte Räume, die auch kalt bleiben soll. In der Regel wird dabei bis auf 12 Grad geheizt und diese Temperatur dann gehalten. 
  • Stufe 2: Diese Stufe ist optimal für das Schlafzimmer und für Vorratskammern. Hierbei hält die Heizung die Raumtemperatur bei ca. 16 Grad. 
  • Stufe 3: Diese mittlere Stufe ist die ökonomischste und angenehmste für Küche, Diele und Flur. Das Thermostat hält die Raumtemperatur dann bei ca. 20 Grad. 
  • Stufe 4: Wenn’s kuschlig werden soll in Wohnzimmer, Bad oder tagsüber im Kinderzimmer, dann wähle diese Stufe. Sie ist bis ca. 24 Grad Celsius ausgeregelt. 
  • Stufe 5: Für alle, die es ganz besonders kuschelig mögen, gibt es diese höchste Stufe. Sie hält die Zimmertemperatur dann bei rund 28 Grad. Und zurecht ist das für die meisten Menschen zu warm. Auch der Geldbeutel schwitzt hier kräftig mit.