Energie: Strom erzeugen und Energie sparen

Verfasst von: Michael Claus
Zuletzt aktualisiert am:
Energie
In diesem Artikel
  • Nützliche Tipps fürs Produzieren eigener Energie und fürs Stromsparen finden. 
  • Auf Ökostrom bauen und Energieeffizienz achten lohnt sich für fast jeden! 
  • Oft leichter als gedacht: 50 Tipps um aktiv Energie zu sparen

Selber Strom erzeugen und bewusst Energie sparen? Das sind zwei Faktoren derselben Gleichung! Das Ergebnis lautet Nachhaltigkeit.

Wer selber Strom in der eigenen Anlage erzeugt, macht sich unabhängiger vom örtlichen Versorger bzw. Stromerzeuger. Zudem beugt man den steigenden Kosten für Energie vor und tut der Umwelt etwas Gutes. 

Selber Strom erzeugen ist gar nicht so schwer! Mit verschiedenen Technologien erzeugen heute bereits Millionen von Haushalten in Deutschland jedes Jahr ihren eigenen Strom in grün.

Weitere alternative Methoden der regenerativen Stromerzeugung dürften in Zukunft noch hinzukommen. Darunter auch solche, die momentan noch experimentell anmuten. 

Starker Beitrag zum persönlichen Stromverbrauch: die eigene Solaranlage zuhause
Starker Beitrag zum persönlichen Stromverbrauch: die eigene Solaranlage zuhause

Stromerzeugung: Warum solltest Du Deinen Strom selbst erzeugen? 

Dafür Strom selber zu erzeugen sprechen viele Gründe. Immer mehr Unternehmen, aber vor allem auch immer mehr Privatiers erzeugen ihren Strom zumindest teilweise selbst. Die Stromerzeugung in Deutschland ist auf dem besten Wege, sich immer weiter zu dezentralisieren. Die Tendenz zeigt eindeutig in Richtung grüner, nachhaltiger Diversifizierung. 

Von Jahr zu Jahr wächst der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in Deutschland im Vergleich überproportional. Dadurch gewinnen alle. Jede neue Anlage hilft! Die Verbraucher entlasten ihre Haushaltskasse. Der Umweltschutz profitiert. Mit dem Klimaschutz geht’s vorwärts. 

„Eigener Ökostrom dezentralisiert die Stromerzeugung und sensibilisiert sehr bei den Themen Stromverbrauch und Stromkosten.“  

Laut aktuellen Zahlen vom Statistischen Bundesamt (Destatis) waren im März 2022 auf deutschen Dächern und Grundstücken beispielsweise schon 2,2 Mio. Photovoltaik Anlagen mit einer Nennleistung von insg. 58.400 Megawatt (MW) installiert. Zur gesamten Stromerzeugung brutto in Deutschland trugen die erneuerbaren Energien im Jahr 2021 satte 41 Prozent bei. 

Von den rund 580 Mrd. Kilowattstunden (kWh) Strom, die hierzulande jedes Jahr erzeugt werden, stammen ergo ca. 240 kWh aus regenerativen Energien. Einzelne Bundesländer wie zum Beispiel Schleswig-Holstein decken ihren Strombedarf bereits komplett aus erneuerbaren Energien. Zusätzlich exportieren sie noch Millionen Megawattstunden Ökostrom jedes Jahr. Andere Bundesländer sind noch auf dem Weg, sich zu 100 Prozent grün zu machen. 

Privat musst Du darauf nicht warten. Erzeuge schon ab morgen Deinen eigenen Strom! 

Bewusst auf Unabhängigkeit in Sachen Energie setzen lohnt sich
Bewusst auf Unabhängigkeit in Sachen Energie setzen lohnt sich
Mit Ökostrom lässt sich ebenso gut kochen, produzieren und heizen wie mit fossiler Energie
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5 gute Gründe für die eigene Erzeugung von Strom: 

  • Steigere Deine Energieeffizienz: Du hast ein hübsches Haus mit Grundstück und Garten? Du hast einen schönen großen Balkon nach Süden? Warum die Sonne, die sowieso darauf prallt, nicht zu Deinem Vorteil nutzen? Strom in der eigenen Anlage erzeugen und fremden Strom sparen – das lohnt sich! 
    Mit einer größeren oder kleineren PV-Anlage, je nachdem was möglich ist, erzeugst Du zum Beispiel bei sachgemäßer Lage, Installation und Wartung jeden Tag so viel Strom, dass Deine Grundlast deutlich sinkt. Deine Stromrechnung freut sich! Mit einer zusätzlichen Solarthermie Anlage unterstützt Du obendrein noch prima Deine Warmwasseraufbereitung
  • Verdiene Geld: Zwar musst Du beim Kauf einer PV-Anlage beispielsweise anfänglich eine Menge Euro in die Hand nehmen. Aber je nach Leistung und Verbrauchsprofil rechnen sich die meisten Photovoltaik Anlagen (und Solarthermie Geräte sowieso) schon nach wenigen Jahren. Alternativ kannst Du inzwischen Deine Photovoltaik Anlage auch schon mieten. Selbst das rechnet sich unterm Strich noch! 
    Verkaufe Deinen überschüssigen Ökostrom dann einfach zurück an den örtlichen Stromerzeuger bzw. Netzbetreiber. Die Einspeisevergütung für eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1-10 Kilowattpeak (kWp) spült Dir 6,23 Cent pro kWh (Stand: Juni 2022) in die Kasse. Die absolute Mehrheit der privaten Anlagen in Deutschland entfällt exakt auf diese Kategorie. 
  • Gewinne an Unabhängigkeit: Wer hat die Erfahrung mit leidigen Stromverträgen, deren Tarife immer teurer werden, noch nicht gemacht? In den vergangenen 20 Jahren haben sich die Strompreise mindestens verdoppelt, teilweise verdreifacht. Und den Vertrag zu wechseln ist in mancher Region gar nicht so einfach. 
    Wer große Teile seines Stroms selbst erzeugt, mindert diesen Schmerz. Der gewinnt an Freiheit und Unabhängigkeit. Der Weltmarkt sagt dies und das? Mag sein, aber der Weltmarkt hat weniger zu sagen, wenn Du Deinen Strom selbst erzeugst! Mach Dich unabhängig. Entkopple Dich Stück für Stück von steigenden Preisen für Strom. 
  • Schütze Umwelt und Klima: Wenn Du Dich dafür entscheidest, selber Strom zu erzeugen, kannst Du oft direkt Umwelt und Klima schützen. Das gilt zumindest dann zu 100 Prozent, wenn Du klimafreundlich Strom aus erneuerbaren Energien wie etwa dank der Solartechnik oder mit einer Windkraftanlage erzeugst. 
    Für ein Blockheizkraftwerk (BHKW) auf Basis von Holz gilt das in Hinsicht auf den Aspekt nachwachsender Rohstoffe zum Beispiel ebenso, für ein BHKW auf Basis von Gas und Öl freilich nur mit Einschränkungen. Am saubersten sind Solarstrom und Windenergie! Die sind als Ressource nicht nur unendlich vorhanden. Sie erzeugen zudem Null Emissionen an klimaschädlichem CO2
  • Hab ein gutes Gewissen: Gutes für Umwelt und Klima tun, sich selbst dabei unabhängiger machen und zu guter Letzt noch Geld damit verdienen? Das klingt nicht nur wie die Quadratur des guten Gewissens. Das ist die Quadratur des guten Gewissens! Jede Seite zieht ihren Nutzen daraus. Es lohnt sich für alle. 
    Wer weniger fossile Energieträger verbraucht, entkoppelt sich zudem ebenfalls von negativen globalen Entwicklungen. Denn fossile Brennstoffe kommen häufig aus Ländern, die die Menschenrechte oder das Völkerrecht mit Füßen treten bzw. auf den Klimaschutz pfeifen. Wenn Du Deinen Strom sauber selber erzeugst, hast Du persönlich mit dem Leid der Welt viel weniger zu tun! 

Selber Strom erzeugen: 8 Möglichkeiten in der Übersicht 

Dass es viele Möglichkeiten gibt, seinen Strom selber zu produzieren, klang in diesem Artikel schon mehrfach an. Welche Möglichkeiten das konkret sind, welche davon wirklich sauberen Strom erzeugen und welche zwar effizient arbeiten, aber immer noch an fossilen Brennstoffen hängen, kannst Du in der folgenden Übersicht erfahren. 

Diese Möglichkeiten, selber Strom zu erzeugen, haben wir der Beliebtheit bei den Verbrauchern nach für Dich geordnet. Experimentelle, teils noch sehr ausgefallene Varianten vervollständigen das Bild. Für einige dieser Anlagen, wie zum Beispiel die Solaranlage samt Speicher, gibt’s sogar noch hohe Förderung vom Staat on top. 

Immer häufiger in Deutschland zu sehen: ein Techniker, der eine neue Solaranlage montiert
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Kosten unterm Strich noch viel zu hoch, Konzept aber nachhaltig: das Windrad für daheim
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8 Technologien und Methoden zur Stromerzeugung im Haushalt: 

Art der Erzeugung von Strom oder Energie Energieträger  Eigenschaften der Anlagen
Photovoltaik (PV-Anlage bzw. Solaranlage) 
  • Licht der Sonne 
  • Solarstrom aus Solaranlagen ist zu 100 Prozent grüner Strom
  • PV-Anlagen produzieren keine klimaschädlichen CO2 Emissionen
  • eine PV-Anlage verbraucht keine fossilen Brennstoffe
  • eine PV-Anlage gibt es als große Lösung fürs Dach oder den Garten oder auch als kleinere Produkte wie das sog. Balkonkraftwerk
  • ein großer Stromspeicher zum Speichern des Solarstroms aus der eigenen Anlage empfiehlt sich 
Solarthermie* (ebenfalls eine Solaranlage) 
  • Licht der Sonne 
  • Solarthermie nutzt Solarkollektoren auf dem Dach anstatt Solarmodulen
  • Solarkollektoren erzeugen keinen Strom, sondern erhitzen Flüssigkeiten (für gewöhnlich ein Gemisch aus Wasser und Glykol)
  • mit dem erhitzten Wassergemisch kann Brauchwasser für den Haushalt erwärmt werden, was wiederum die Heizung entlastet 
Windrad(Windkraftwerk)
  • Wind
  • Strom aus Windenergie ist zu 100 Prozent grüner Strom
  • ein Windrad erzeugt keine klimaschädlichen CO2 Emissionen
  • eine Windkraftanlage verbraucht keine fossilen Brennstoffe
  • inzwischen gibt es längst kleine, leistungsfähige Produkte auch für Privatiers, die als Lösung zum Beispiel aufs Dach montiert oder im Garten aufgestellt werden
  • ein angemessener Stromspeicher zum Speichern des Windstroms aus der eigenen Anlage empfiehlt sich
Blockheizkraftwerk (BHKW) mit Holz 
  • Pellets (Holzpellets)
  • Scheitholz (im Holzvergaser) 
  • Stromerzeuger wie BHKW auf Basis von Holz arbeiten sehr effizient
  • BHKW verbinden die Ideen der Erzeugung von Strom und Wärme in einem Produkt
  • mit einem BHKW produziert jeder Haushalt seinen eigenen Strom und verwendet zugleich die dabei abfallende Wärme, um das Haus zu heizen - Stromerzeuger wie BHKW auf Basis von Holz nutzen den nachwachsenden Rohstoff Holz
  • Stromerzeuger wie BHKW auf Basis von Holz erzeugen bei der Verbrennung bzw. Vergasung jedoch CO2 und andere Abgase und belasten daher Umwelt und Klima, wenngleich geringer als andere reine Biomasseheizungen 
Blockheizkraftwerk (BHKW) mit Gas & Öl 
  • Erdgas bzw. Heizgas
  • Flüssiggas
  • Biogas**
  • Öl bzw. Heizöl 
  • Stromerzeuger wie BHKW auf Basis von Gas oder Öl wirken sehr effizient
  • BHKW vereinen die Ideen der Erzeugung von Strom und Wärme in einem Produkt
  • mit einem BHKW erzeugt der Haushalt seinen eigenen Strom und nutzt zugleich die dabei abfallende Wärme, um das Haus zu heizen
  • Stromerzeuger wie BHKW auf Basis von Gas oder Öl brauchen jedoch fossile Brennstoffe und belasten daher Umwelt und Klima beispielsweise mit Emissionen an CO2, wenngleich geringer als traditionelle Gasheizungen oder Ölheizungen
  • BHKW lohnen sich wirtschaftlich erst ab einer hohen Betriebszeit von ca. 4.000 Stunden im Jahr 
Brennstoffzellenheizung mit Gas 
  • Erdgas bzw. Heizgas
  • Flüssiggas (aus diesen Energieträgern gewinnt dieses Heizsystem seinen Brennstoff: den blauen Wasserstoff) 
  • Stromerzeuger wie die Brennstoffzellenheizung funktionieren sehr effizient
  • Heizungen mit Brennstoffzellen vereinen die Ideen der Erzeugung von Strom und Wärme in einem Produkt
  • mit einer Brennstoffzelle produziert der Haushalt seinen eigenen Strom und nutzt zugleich die dabei abfallende Wärme, um das Haus zu heizen
  • Brennstoffzellen auf Basis von Gas verwenden jedoch fossile Brennstoffe und belasten daher Umwelt und Klima beispielsweise mit Emissionen an CO2, wenngleich geringer als traditionelle Gasheizungen
  • Brennstoffzellenheizungen sind (anders als das BHKW) schon ab einem Wärmebedarf von monatlich 10.000 kWh wirtschaftlich rentabel zu betreiben 
Wasserrad  
  • Wasser
  • Strom aus Wasserkraft ist zu 100 Prozent grüner Strom
  • ein Wasserrad bzw. kleines Wasserkraftwerk (ggf. mit Mini Turbine) erzeugt keine klimaschädlichen CO2 Emissionen
  • eine Wasserkraftanlage verbraucht keine fossilen Brennstoffe
  • leistungsfähige Produkte für privat, die etwa im Wasser vom Bach übers eigene Grundstück installiert werden könnten, sind noch sehr selten 
stromerzeugender Bodenbelag 
  • Bewegungsenergie von Menschen 
  • smarte Bodenplatten erzeugen jedes Mal elektromagnetisch Strom, sobald durch Drauftreten Druck auf sie ausgeübt wird
  • stromerzeugende Bodenbeläge verbrauchen keine fossilen Brennstoffe und erzeugen keine CO2 Emissionen
  • Module sind leicht zu montieren und zu verlegen
  • Anlage ist meist nur an sehr belebten Orten wirklich leistungsfähig, wo viele Menschen drüber laufen
  • an einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis der Produkte muss noch gearbeitet werden 

**Für BHKW auf Basis von Biogas gelten ähnliche Umwelt- und Klimaeigenschaften wie für BHKW auf Basis von Holz.

Praktischer Tipp

Die Differenz zwischen dem Preis für Solarstrom, den Du ins Netz einspeist und den Kosten, für den Du den Strom wieder aus dem Netz entnehmen kannst, ist sehr groß. Verkaufe deshalb wirklich nur die elektrische Energie an den örtlichen Netzbetreiber, die Du selbst weder verbrauchen noch speichern kannst. Ein guter Stromspeicher lohnt sich! Je mehr Strom Du aus Deinem eigenen Speicher selber nutzen kannst, desto weniger wirkt sich diese Differenz auf Deine Stromrechnung aus!

Den Eigenverbrauch im Kleinen sinnvoll senken ist die Antwort auf die meisten großen Fragen
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Energieeffizienz: Wie funktioniert Energiesparen? 

Die Zauberformel zum Sparen von Energie lautet: Verbrauche zur Erreichung eines gewünschten Zweckes so wenig Energie wie nötig und vermeide alle unnötigen Energieverluste! In diese Gleichung fließen alle Faktoren mit ein. Auf so gut wie fast jeder Ebene kannst Du Dein Haus oder Deine Wohnung dahingehend optimieren. 

Energiesparen liegt im Trend. Wohl noch nie zuvor waren so viele Menschen interessiert am und bereit zum Sparen von Energie. Die große Mehrheit aller Verbraucher beschäftigt sich aktiv mit dem Thema. Schon früher im ehemaligen DDR-Fernsehen gab es mal einen berühmten Slogan dazu: 

„Gewusst wie spart Energie!“ 

Nie war der Gedanke hinter dem Spruch aktueller als heute. Energie sparen hilft Kosten zu senken. Energie sparen hilft der Umwelt. Energie sparen schützt das Klima. Je bewusster Du Deinen Energieverbrauch gestaltest und je höher Du Deine Energieeffizienz schraubst, desto schneller gelingt Dir die persönliche Energiewende! 

Im Vergleich führen beim Energiesparen prinzipiell zwei Wege zum Ziel: 

  1. Größere (auch bauliche) Veränderungen: Du planst ohnehin eine Sanierung, Renovierung oder Modernisierung? Dann schau genau auf die Energiebilanz Deiner Projekte! Auf welche Energieträger setzt Du mit der Neuanschaffung in der Zukunft (siehe neue Heizung, neues Auto usw.)? 
    Wie effizient gehen die Neuanschaffungen mit Energie um (siehe neue Fenster, neue Türen, neue Dämmung usw.)? Welche Energieeffizienzklasse hat das alternative Neugerät (siehe neuer Kühlschrank, neue Waschmaschine, neuer Trockner usw.)? 
  2. Kleine Verhaltensänderungen im Alltag: Allein durch Investitionen, ohne Änderungen des eigenen Verhaltens, stoßen Maßnahmen zum Energie sparen allerdings schnell auf Grenzen. So richtig nachhaltig und effektiv geht Energie sparen nur im Verbund. Erst dann bleiben ordentlich ein paar Euro mehr im eigenen Portemonnaie. 
    Im Verbund aus schlauer Sanierung bzw. Modernisierung, die Hand in Hand geht mit einer Änderung des eigenen Verbrauchsverhaltens. Nur wer Energie wie zum Beispiel Elektrizität oder warmes Wasser für ein wirklich wertvolles Gut hält, der geht sorgsamer mit ihr um. Wer den unnötigen Verbrauch von Energie einspart, respektiert die Ressourcen und die Arbeit, die in ihr stecken, am besten.

50 Tipps zum Energie sparen im Haushalt 

Energie sparen im Haushalt ist die sicherlich „größte kleine“ Sache, die beim Senken des eigenen Energiebedarfs hilft. Kleinigkeiten summieren sich schnell! Mit jeder Kilowattstunde Strom, die Du weniger verbrauchst, schonst Du Deinen Geldbeutel. Da bleibt am Ende überraschend mancher Euro mehr in der Haushaltskasse.

Kühlschrank, immer wieder dieser Kühlschrank: immer schnell Tür zu und regelmäßig abtauen
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Allein das Beispiel Kochen zeigt: viele einfache Tipps helfen beim Energiesparen
Allein das Beispiel Kochen zeigt: viele einfache Tipps helfen beim Energiesparen

Hinzu kommt der Aspekt, dass Energie sparen stets direkt dem Klima und der Umwelt hilft. Energie, die nicht sinnlos oder aus Faulheit zu viel verbraucht wird, muss man überhaupt gar nicht erst mühsam produzieren. Jedes Gramm Kohlendioxid (CO2), dass dabei zum Beispiel gespart wird, belastet unsere Atmosphäre nicht weiter negativ. 

Weiterführender Hinweis: Hier an dieser Stelle konzentrieren wir uns in der Übersicht zunächst ausschließlich auf das Energiesparen von elektrischer Energie im Haushalt. Möchtest Du noch mehr für Deine Haushaltskasse, das Klima und die Umwelt tun? Prima! Dann findest Du ähnliche und noch viel mehr Tipps zum Energiesparen in einer weiteren Übersicht unserem Artikel zu Klimaschutz

50 konkrete Tipps für Dich zum Strom sparen im Haushalt (von A-Z): 

Maßnahmen  Strom sparen  
Akkugeräte richtig verwenden 
  • Akkubetriebene Geräte sollten nicht die ganze Zeit am Ladekabel hängen oder in der Ladestation stehen. Handys und elektrische Zahnbürsten sollten zum Beispiel erst dann wieder aufgeladen werden, wenn die Zeit dafür ran ist. Sonst ziehen sie kontinuierlich Strom, selbst dann, wenn der Akku noch voller Energie ist.
  • Nutze überhaupt lieber akkubetriebene Geräte anstatt batteriebetriebener oder gar solcher auf Verbrenner-Basis. 
bewusst heizen 
  • Solltest Du im Winter zu Deiner Hauptheizung in bestimmten Räumen elektrisch zuheizen müssen, heize nur auf die Raumtemperatur hoch, die Du brauchst, um Dich wohlzufühlen. Jeder Grad weniger Raumtemperatur spart sehr viel Strom und Kosten.
  • Nutze an zusätzlichen Elektroheizgeräten smarte Timer- und Abschaltfunktionen, die die Heizung bei Erreichen der gewünschten Raumtemperatur automatisch drosseln.
  • Verstelle Deine elektrischen Heizkörper nicht mit Möbeln oder anderen Einrichtungsgegenständen. 
bewusst kochen 
  • Lieber im Topf mit Deckel als ohne Abdeckung kochen.
  • Stets den richtigen, nicht zu großen Topf nutzen.
  • Erhitze das heiße Wasser (vor dem Kochen auf dem Herd) lieber im Wasserkocher.
  • Verwende zum Kochen effizient vorhandene Schnellkochfunktionen und -platten.
  • Nur mit der Menge Wasser kochen, die Du wirklich benötigst. 
bewusst kühlen 
  • Kühle in den heißen Sommermonaten klimabewusst durch Querlüftung während der Nacht.
  • Verwende energieeffiziente Klimaanlagen anstatt mobiler Stromfresser.
  • Zieh bei starker Sonneneinstrahlung Rollos runter und Gardinen zu. Hilf Deiner Klimaanlage beim Kühlen! 
bewusste Mobilität 
  • Wenn Du viel Auto fahren musst, dann check bitte, ob der Umstieg auf E-Mobilität für Dich von Vorteil ist und was Du dafür zuhause an zusätzlicher Infrastruktur benötigst. Setze dabei am besten auf die Erzeugung von eigenem grünem Strom.
  • Lass auch das Elektroauto so oft wie möglich stehen und wähle bewusst das richtige Verkehrsmittel für den jeweiligen Zweck. Kurze Strecken kannst Du gut zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren.
  • Fahre auf der Autobahn langsamer. Langsameres Fahren bei 120-130 km/h spart viel Strom ein.
  • Transportiere nicht dauerhaft überflüssiges Gewicht im Kofferraum durch die Gegend. 
bewusst Wäsche waschen 
  • Wasche Deine Wäsche besser bei niedrigeren Temperaturen, als Du es vielleicht früher gelernt hast. Moderne Kleidung von heute benötigt häufig keine Kochwäsche mehr. 30-40 Grad Celsius Wassertemperatur reichen oft völlig.
  • Nutze für nur leicht verschmutzte Kleidung kürzere sparsame Schnellwaschgänge.
  • Befülle die Waschmaschinentrommel stets voll mit Wäsche.
  • Verzichte, falls möglich, auf einen Wäschetrockner und trockne die Wäsche besser an der frischen Luft.
  • Der Stromverbrauch beim Bügeln ist erheblich. Es spart etliche Euro, wenn Du nur die Wäsche bügelst, bei der es wirklich nötig ist. 
bewusste Wassernutzung 
  • Nutze besonders heißes Wasser sehr bewusst und nur in der Menge, die Du auch benötigst.
  • Drehe während der täglichen Körperhygiene das Wasser zwischendurch zu.
  • In der Dusche einen Brausekopf mit Wassersparfunktion nutzen.
  • Installiere sog. Einhebelmischer an den Wasserhähnen, mit denen sich viel schneller die gewollte Wassertemperatur einstellen lässt. 
effiziente Büroarbeit 
  • Wenn Du nicht unbedingt einen Desktop-PC benötigst, arbeite lieber an einem Notebook. Denn Laptops ziehen oft viel weniger Energie aus der Steckdose als Desktop-PCs.
  • Aktiviere an Deinem Computer die Energiesparfunktion, die nach spätestens 5 Minuten Deinen Bildschirm und Deine Laufwerke für die Zeit Deiner Abwesenheit in den Ruhemodus versetzt.
  • Schalte Drucker und Scanner erst dann wirklich ein, wenn Du sie gerade wirklich brauchst. 
Gartenarbeit ohne Strom  
  • Verzichte, falls möglich, bei der Gartenarbeit auf Geräte, die Strom verbrauchen. Erledige so viel von Hand, wie es geht.
  • Oder nutze dafür ggf. lieber Geräte, die manuell mit Muskelkraft betrieben werden, wie manuelle Scheren, Sägen oder Schneidwerkzeuge. 
Duschen anstatt Baden 
  • Reinige Dich anstatt mit einem Vollbad lieber unter der Dusche. Duschen verbraucht viel weniger Wasser und Energie als Baden. 
Gebäude dämmen 
  • Gut gedämmte Gebäude und top isolierte Gebäudeöffnungen (Fenster und Türen) verhindern, dass zu viel Wärme oder Kühle ungewollt in die Umwelt entweichen. 
Kauf von neuen Geräten 
  • Wenn Du ein neues Gerät kaufst, informiere Dich stets über zeitgemäße Alternativen. Das gilt nicht nur beim Kauf einer neuen Heizung oder Klimaanlage, sondern auch beim Kauf neuer Waschmaschinen, Kühlschränke, Fernsehgeräte u.v.m.
  • Vergleiche nicht nur die Kosten für die Anschaffung eines Geräts, sondern auch dessen Betriebskosten im Jahresmittel.
  • Energieberatung: Schaue beim Kauf neuer Geräte stets auf den Energieausweis. Am wenigsten Strom verbrauchen Geräte, die mit Energieeffizienzklasse A+++ arbeiten! 
Kinder sensibilisieren 
  • Erkläre Deinen Kindern, warum es wichtig für Mensch, Klima und Umwelt ist, sparsam mit Strom umzugehen. 
Kühlschrank & Gefrierschrank richtig nutzen 
  • Kühlschränke brauchen viel Energie. Stell das Gerät also gleich an einem kühlen Ort auf. Dann verbraucht es weniger Strom.
  • Öffne die Kühlschranktür oder Gefrierschranktür nie länger als notwendig.
  • Kühle warme Lebensmittel vor dem Einstellen in den Kühlschrank ab.
  • Taue Deinen Kühlschrank regelmäßig ab. Eisfreie Geräte kühlen effizienter bei geringerem Stromverbrauch.
  • Trenne Deinen Kühlschrank bei langer Abwesenheit vom Strom. 
richtig Geschirr spülen 
  • Spüle Geschirr nicht von Hand unter laufendem warmem Wasser, das womöglich sogar noch von einem Elektro Boiler oder elektrischen Durchlauferhitzer erwärmt werden muss.
  • Nutze Deinen Geschirrspüler stets im Energiesparmodus.
  • Befülle die Spülmaschine vor jeder Verwendung voll.
  • Oder wasche sehr bewusst von Hand ab, indem Du das eingeweichte Geschirr zunächst nur mit dem Schwamm einseifst und dann alles zusammen in 5 Liter kaltem Wasser abspülst. Das geht sehr gut, wenn man sich dran gewöhnt hat! 
sparsame Raumbeleuchtung 
  • Alte Glühbirnen haben einen 90-95 Prozent höheren Stromverbrauch als genügsamere LED- oder Energiesparlampen. Stell Deine Beleuchtung im Haus komplett auf LED oder Energiesparlampen um.
  • Beleuchte nur die Räume, in denen Du Dich gerade befindest. Das Licht in den anderen Räumen solltest Du abschalten. 
Standby Modus vermeiden 
  • Elektrische und elektronische Geräte müssen nicht fortwährend im Standby-Modus laufen. Schalte sie richtig aus!
  • In Zeiten längerer Abwesenheit empfehlen sich zum Ausschalten einfache Steckdosenleisten mit Schalter. Im Urlaub muss braucht niemand den Fernseher, WLAN-Router oder Drucker in Stand-by. Allein das Verzichten auf das Nutzen von etlichen Standby-Modi spart Dir im Jahr bis zu 70 oder 80 Euro. 

Hinweis für Feedback

Solltest Du noch weitere hilfreiche und nützliche Tipps kennen, die beim Energiesparen wirklich von Nutzen sind, kontaktiere uns bitte unter info(at)bewusst-heizen.de. Gerne nehmen wir Deine Hinweise und Ideen auf. Wir sind immer bemüht, unsere Informationen für den Verbraucher noch besser zu gestalten. Herzlichen Dank, wenn Du uns dabei helfen möchtest.

Methoden zur Stromerzeugung im Detail:

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