Fernwärme: Lass die Stadtwerke für Dich heizen!

Verfasst von: Michael Claus
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Fernwärme
In diesem Artikel
  • Die Wärmeversorgung mit Fernwärme ist bequem, hat aber ihre Besonderheiten. 
  • Damit sich die Dienste der Anbieter rechnen, gilt es für Kunden einiges zu beachten. 
  • Warum die Preise widerspiegeln, dass Du beim Verbrauch draufzahlst, was Du beim Betrieb sparst?

Schon im alten Rom wurde Fernwärme zum Heizen von Gebäuden genutzt. Nicht mit der Technik aus dem aktuellen Jahr versteht sich, aber immerhin dem Prinzip nach.

Heute gilt diese Art der Heizung als komfortabel und sauber, weil Du im eigenen Haus keine Heizungsanlage benötigst. Allerdings kann Fernwärme auch etwas teuer sein.

Du kannst zum Beispiel nur schlecht den Anbieter oder Vertrag wechseln (eigentlich ist es sogar unmöglich). Und dafür, dass Du selbst im Haus außer einem Fernwärmeanschluss keine eigene Heizanlage benötigst, zahlst Du natürlich einen Obolus drauf.

Fernwärme ist bequem, keine Frage. Fernwärme hat viele Vorteile. Aber Fernwärme hat eben auch ihre Nachteile. Die interessanten Informationen und Themen dazu kannst Du in diesem Artikel erfahren!

Industrieanlage Leitungen
Fernwärme ist häufig ein Energie-Nebenprodukt der Industrie

Wie funktioniert Fernwärme?

Als Fernwärme bezeichnet man die zentrale Versorgung von Gebäuden mit Wärme über kleine und mittlere Entfernungen innerhalb eines geschlossenen lokalen Heizkreislaufs. Zum Beispiel wird mit der Abwärme, die in Kraftwerken als Nebenprodukt oder überflüssige Prozesswärme (Dampf) anfällt, Wasser erhitzt und über ein Rohrsystem – das sog. Fernwärmenetz – den Verbrauchern zugeführt.

Die Fernwärme speisen in der Regel die Stadtwerke dann an sog. Übergabestationen in angeschlossene Gebäude ein. Dort lässt sich die bequeme Wärme zum Heizen oder zur Warmwasserbereitung nutzen. Das abgekühlte Wasser fließt schließlich vom Kunden zurück zum Kraftwerk des Energieversorgers, woraufhin der Kreislauf der Wärmelieferung von vorne beginnt.

Info zur Wirtschaftlichkeit von Fernwärme

Falls Du Dich schon mal gefragt hast, wieso die Fernwärmenetze in Deutschland immer nur lokal eng begrenzt funktionieren, dann brauchst Du die Antwort nicht länger zu suchen. Das hat einfach etwas mit der Wirtschaftlichkeit zu tun. Werden nämlich die Leitungsstrecken zu lang, fallen die Energieverluste zu groß aus. Die Versorgung mit heißem Wasser über längere Strecken ist durch Wärmeverluste beim Transport irgendwann nicht mehr rentabel.

Kraftwerk Strom Wärme
Das Kraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) produziert Strom und Wärme

Woher ferne Wärme kommt: Wärmequellen im Überblick!

Deine Stadtwerke können die Fernwärme, die Deine Stube so richtig schön warm macht und das ganz ohne eigene Heizungsanlage, mit etlichen Prozessen in ganz verschiedenen Kraftwerkstypen erzeugen.

Prinzipiell speisen in Deutschland beispielsweise häufig folgende Arten von Kraftwerken Jahr für Jahr die Wärme in die lokalen Fernwärmenetze:

  • Kraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung
  • Blockheizkraftwerke (BHKW)
  • Geothermiekraftwerke
  • Müllverbrennungsanlagen
  • Fernheizwerke
  • Biomasse-Kraftwerke
  • Kraftwerke für Solarthermie

In gar nicht so seltenen Ausnahmefällen kommt die Fernwärme sogar von sehr großen Industriebetrieben, die überschüssige Prozesswärme zu ihrer Erzeugung nutzen. Deshalb werden Fernwärmenetze zum Beispiel häufig in der Nähe von Chemiebetrieben oder Stahlwerken errichtet. Schließlich soll möglichst viel Energie sinnvoll genutzt werden.

Neben dieser Hochtemperaturnutzung lässt sich mit einer entsprechend groß dimensionierten Wärmepumpe auch Fernwärme aus Abwärme mit niedrigeren Temperaturen gewinnen. Allerdings gilt dann: Je niedriger die Ausgangstemperatur, desto kürzer sollte die Entfernung sein zwischen Wärmequelle und Haushalt.

Fernwärme Rohre
Rohre eines Fernwärmenetzes überirdisch

Besonderheiten beim Heizen mit Fernwärme

Wenn Du in Deinem Haus Fernwärme nutzt, benötigst Du keine eigene Heizungsanlage im Keller, weil die Wärme direkt über die Rohrleitungen vom Fernwärmenetz in Deine Heizkörper gelangt. So eine Wärmeversorgung spart zunächst zwar Investitionskosten, schränkt aber auch Deine Wahlmöglichkeiten ein.

Außerdem hast Du keine freie Anbieterwahl wie bei Energien und Brennstoffen für die Holzheizung, eine Pelletheizung, die Heizung mit Strom oder die Heizung mit Gas. Wärmenetze sind immer als lokale Monopole gestaltet, damit sie wirtschaftlich überlebensfähig sind. Ergo bist Du also von Deinem Anbieter abhängig.

„Bei Fernwärmeheizungen gilt es für Kunden einiges zu beachten.“ 

Ein Wechsel zu einem anderen Anbieter ist schon deshalb nicht möglich, weil es absolut nicht wirtschaftlich wäre, die komplexe Infrastruktur der Technik zu verdoppeln. Je nachdem, wo Du wohnst, hast Du unter Umständen nicht einmal die freie Entscheidung, ob Du Dein Gebäude an die Fernwärmesysteme anschließen lassen möchtest oder nicht.

In einigen Kommunen gibt es einen sog. Anschluss- und Benutzungszwang. Allerdings kannst Du trotzdem jederzeit Alternativen mit erneuerbaren Energien als Ergänzung nutzen. So kannst Du einen Teil Deiner Heizkosten senken. Anders als bei sonstigen vergleichbaren Verträgen sind Laufzeiten von bis zu zehn Jahren bei Fernwärme rechtlich zulässig und üblich.

alte Heizung Heizungsraum
So ein Wärmeübertrager ersetzt Deine ganze alte Heizung im Heizungsraum

Kosten der Fernwärmeheizung

Anschaffungskosten für Fernwärme

Kunden, die sich an Fernwärmenetze anschließen lassen, benötigen zwar keine eigene Heizungsanlage im Keller oder Heizungsraum. Sie benötigen aber einen sog. Wärmeübertrager mit Zubehör. Diese Systeme samt Zubehör kosten zwischen 4.000 und 5.000 Euro.

Diese Kosten sind in der Anschaffung deutlich günstiger als bei jeder anderen zentralen Heizung. Weitere Kosten bei der Anschaffung kannst Du Dir obendrein mit Fernwärme sparen, weil bei dieser Heizungsart wie bereits erwähnt keinerlei Verbrennung stattfindet. Damit benötigst Du auch keinen Schornstein und kein anderes Abgassystem.

Laufende Kosten für Fernwärme

Konkrete Angaben in Cent pro Kilowattstunde (kWh) sind bei Fernwärme schwierig. Die Preisunterschiede je nach Anbieter und Netzgebiet können extrem groß ausfallen. Sogar innerhalb derselben Kommune können sie stark variieren. Ähnlich wie beim Strom setzen sich die Kosten aus dem Arbeitspreis und dem Grundpreis zusammen

Der Arbeitspreis wird in Cent pro kWh erhoben. Der Grundpreis berechnet sich nach angeschlossener Leistung pro Kilowatt (kW). Manche Anbieter bezeichnen den Grundpreis daher auch als Leistungspreis. Dein eigentlicher Wärmeverbrauch wird über den Arbeitspreis exakt abgerechnet, während der Grundpreis jährliche Fixkosten abdeckt. Für gewöhnlich macht der Arbeitspreis etwa 75 Prozent der Gesamtkosten aus.

Berücksichtigst Du, dass es je nach Ort und Region deutliche Abweichungen nach unten und oben geben kann, kannst Du im deutschlandweiten Durchschnitt unterm Strich mit etwa 9 bis 11 Cent pro Kilowattstunde rechnen. Das deckt sich in etwa mit zuverlässigen Zahlen aus öffentlichen Statistiken, wie beispielsweise den Preisen von Fernwärme bei Statista.

Justitia Figur
Justitia hat gesprochen: Nicht alle Preisanpassungen in punkto Energie sind legal!

Preisanpassungen nicht immer wirksam

Im Januar 2022 hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass der Fernwärmeversorger die sogenannte Preisgleitklausel während der Vertragslaufzeit nur dann einseitig ändern darf, wenn die bisherigen Klauseln unwirksam waren oder durch andere Umstände unwirksam geworden sind. 

Ergo: Der Versorger kann die Preise nicht einfach beliebig ändern. Unwirksamen Preiserhöhungen kannst Du widersprechen. Falls Dir bereits zu Unrecht höhere Preise berechnet wurden, ist eine Erstattung der Beträge möglich. Wende Dich am besten an Deine Verbraucherzentrale. Bei der Verbraucherzentrale findest Du ein offenes Ohr und gute Beratung!

Leistungsanpassung kann Kosten senken

Da Du Deine Heizkosten bei Fernwärmebezug nicht so einfach über einen Anbieterwechsel senken kannst und die Verträge zudem häufig über viele Jahre laufen, gibt es nur wenige Möglichkeiten, Deine Kosten für die Fernheizung zu senken. Die effektivste Möglichkeit liegt in der eigenen Leistungsanpassung, sprich im Sparen von Energie.

Einmal pro Jahr kannst Du vom zuständigen Unternehmen verlangen, dass die maximal bereitgestellte Wärmemenge reduziert wird, um Deinen Grundpreis bewusst zu senken. Dafür musst Du allerdings eine vierwöchige Frist einhalten. Zudem wird die Änderung immer nur zum Ende eines Kalendermonats wirksam.

Wichtiger Hinweis zur Leistungssenkung

Wenn Du Deine Leistung um mehr als 50 Prozent pro Jahr absenken lassen möchtest, musst Du belegen, dass Du die Differenz beim Wärmebedarf bzw. bei Bedarf an warmem Wasser über erneuerbare Energien abdecken kannst. Überschreitest Du diese Absenkungsgrenze bei der Leistung nicht, ist kein Nachweis erforderlich. 

BAFA-Zentrale Eschborn
Die BAFA beispielsweise vergibt Förderungen für Fernwärme © BAFA

Förderung für Fernwärmeheizungen

Beim Erstanschluss oder beim Ersatz eines alten Wärmeübergebers durch einen neuen besteht die Möglichkeit einer staatlichen Förderung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bzw. durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die KfW vergibt Kredite mit Zuschuss zur Tilgung, allerdings nur für komplette Sanierungsprojekte. Das BAFA hingegen gewährt einmalige Zuschüsse für Einzelmaßnahmen.

Wie hoch die Förderung genau ausfällt, hängt von mehreren Faktoren ab. Unter anderem davon, wie umweltfreundlich die Fernwärmeversorgung bei Dir vor Ort ist. Stammt die eingespeiste Wärme zu mindestens 25 Prozent aus erneuerbaren Energien, gibt’s überhaupt erst einmal Förderung. Stammt die Wärme zu mindestens 55 Prozent aus erneuerbaren Energien, erhöht sich der Satz der Fördermittel.

Mehr Informationen zur Förderung von Heizungen und Heizungsanlagen kannst Du bei uns in einem extra Artikel dazu finden!

Heizkörper
Deine bestehenden Heizkörper kannst Du mit Fernwärme einfach weiternutzen
Dorf Luftbild
In dünn besiedelten Gegenden gibt es oft keine Fernwärmenetze

12 Vorteile und Nachteile der Fernwärmeheizung

Vorteile der Fernwärme  Nachteile von Fernwärme 
Anschaffungskosten:
Die Preise für die Anschaffung und den Anschluss an das Fernwärmenetz kommen im Vergleich zu anderen Heizungsarten als sehr günstiges Angebot daher. Kaum eine alternative Heizung ist so preiswert zu kaufen. Manche Anbieter machen sogar Angebote zum Mieten.
Kosten Verbrauch:
Da Fernwärmeversorger und Fernwärmenetze immer als örtliches Monopol arbeiten, musst Du im Vergleich mit anderen Energien stets mit etwas höheren Energiepreisen pro kWh rechnen. Zudem weichen die Fernwärmepreise innerhalb von Deutschland oft stark voneinander ab.
Effizienz:
Die Energie für Fernwärme wird zumeist aus Kraftwerken oder Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) als Nebenprodukt der Produktion von Strom gewonnen. Dieses System der Energieerzeugung gilt nicht nur unter Experten als äußerst effizient. Und genau deshalb hat dieses System auch Zukunft! In den Augen des Staates ist die Fernwärme fester Bestandteil der Wärmewende.
Effizienz:
So effizient die eigentliche Erzeugung der Wärme geschieht, haben Fernwärmenetze doch ein Problem durch Wärmeverluste beim Durchflusssystem, ergo Transport. Diese sind gerade beim Betrieb kleiner Netze nicht immens, sollten aber für den Wirkungsgrad insgesamt beachtet werden.
Komfort:
Die Wärme wird Dir übers Wärmenetz bequem bis nach Hause geliefert. Du brauchst außer einem Wärmeübertrager samt Zubehör keine eigene zentrale Heizanlage. Du benötigst zudem keinerlei Platz, um irgendwelche Brennstoffe zu bevorraten.
Verfügbarkeit:
Wie groß die Zustimmung auch ist, Fernwärme ist Stand heute nicht flächendeckend verfügbar wie beispielsweise Strom oder Wasser. Gerade im ländlichen oder dünn besiedelten Raum liegt oft kein Fernwärmenetz an.
 
Sauberkeit:
Weil Verbrennung und Bevorratung entfallen und Du auch sonst keine echte Heizungsanlage im Heizkeller brauchst, entfallen zudem sämtliche Schornsteine und Abgasanlagen. Fernwärmeheizungen arbeiten absolut sauber und erzeugen keinen Schmutz.
Klima und Umwelt:
Auch wenn Fernwärmeerzeugung durch KWK oft sehr effizient geschieht, erfolgt sie doch ebenso oft immer noch auf Basis fossiler Energien. Insofern ist die Fernwärmeherstellung natürlich mit allen Risiken und Nebenwirkungen in Sachen Emissionen von CO2 und Feinstaub verbunden. Durchweg grüne Fernwärme ist noch relativ selten.
Heizungswechsel:
Möchtest Du auf Fernwärmelieferung umsteigen, kannst Du in der Regel alle Deine vorhandenen Heizkörper, Rohre und Ventile in Gebäude oder Wohnung nach wie vor weiter benutzen. Lediglich die alte zentrale Heizung (etwa der gewohnte Heizkessel von Gasheizung oder Ölheizung) wird davon getrennt und durch den Anschluss an den Wärmeübertrager ersetzt.
Anschlusszwang:
In bestimmten Orten und Regionen von Deutschland hast Du bewusst keine Wahl. Damit die Fernwärmenetze dort effizient und günstig betrieben werden können, besteht Anschlusszwang. Häufig geht dieser Anschlusszwang mit langen Vertragslaufzeiten einher.
Förderung:
Willst Du auf bequeme Wärme aus der Ferne umsteigen, greift Dir die Bundesregierung unter die Arme. Je nach Anteil der erneuerbaren Energien im jeweiligen Netz vergeben KfW und BAFA Fördermittel für den Fernwärmeanschluss. Grüne Heizungen sind schließlich wichtiger Teil der Energiewende.
Wartung:
Die Wartung einer Fernwärmestation schlägt auf der Abrechnung kaum zu Buche. Die Inspektion findet einmal pro Jahr statt und ist ausgesprochen günstig. In so manchen Vertrag ist sie auch schon inkludiert.
FAQ
Top Antworten auf die Fragen, die Verbraucher zur Fernwärme interessieren

FAQ online: Ratgeber mit Tipps zur Fernwärme

Lohnt sich Fernwärme?

Fernwärme ist komfortabel und verursacht keine hohen Anfangsinvestitionen, weil kein eigenes Heizsystem nötig ist. Allerdings kannst Du den Anbieter nicht wechseln und musst die Preise zahlen, die er verlangt. Möchtest Du im Altbau auf Fernwärme umsteigen oder sie in einem Neubau von Anfang an nutzen, solltest Du alle Kosten und Preise miteinander vergleichen.

Ist Fernwärme umweltfreundlich?

Obwohl bei der Fernwärmeproduktion hauptsächlich fossile Energien wie Erdgas, Öl und Kohle zum Einsatz kommen, gilt Fernwärme trotzdem als umweltfreundlich. Das liegt daran, dass die Kraftwerke vor allem der Erzeugung von Strom dienen und die Wärme nur als Nebenprodukt anfällt. Anders kann diese Bewertung bei reinen Heizkraftwerken ausfallen, die ausschließlich der Wärmeerzeugung dienen.

Wann eignet sich der Einsatz von Fernwärme?

Je mehr Haushalte oder Gewerbebetriebe an ein Fernwärmenetz angeschlossen sind, desto eher rechnet es sich für jeden Verbraucher. Die notwendige Infrastruktur für Fernwärme samt Bau der Erzeugungsanlagen und Verlegung der Netzleitungen verursacht anfangs naturgemäß hohe Kosten. Diese Kosten werden auf die Kalkulation umgelegt und schlagen sich auf die Preise nieder.

Warum gibt es bei Fernwärme Mindestabnahmemengen?

Damit die Wärme überhaupt wirtschaftlich erzeugt und verteilt werden kann, gibt es häufig Mindestabnahmemengen. Aus diesem Grund lohnt sich der Aufbau von Versorgungsnetzen mit Fernwärme auch eher in dicht besiedelten Gebieten wie Großstädten und Ballungsräumen. Auf dem Land ist Fernwärme meist unwirtschaftlich für die Betreiber. Es gibt zu wenig Abnehmer und die Wärmeverluste beim Transport der Energie sind zu groß.

Gibt es einen Anschlusszwang für Fernwärme?

Nicht generell, aber manchmal doch! Ja, es gibt in manchen Anschlussgebieten einen Anschlusszwang zur Fernwärme. Dann bleibt den Verbrauchern eigentlich keine andere Wahl. Der Anschlusszwang beruht darauf, dass die Wärmelieferanten eine hohe Versorgungsdichte benötigen, um ihre Netze wirtschaftlich betreiben zu können. Deshalb gelten dort zugleich oft Verträge mit langen Laufzeiten.

Kann ich aus der Fernwärme wieder aussteigen?

Ja, das geht! In zwanglosen Gebieten musst Du dafür nur auf eine andere Heizungsanlage umrüsten und natürlich zuvor die Kündigungsfristen einhalten. Steigst Du auf eine Heizung um, die komplett mit erneuerbaren Energien arbeitet, beträgt diese Frist nur zwei Monate. Dann gilt die Ausstiegsmöglichkeit sogar für den Heizungswechsel in Fernwärme-Zwangsgebieten.

Ratgeber Überblick alternative Heizungssysteme:

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