Pelletheizung: smart heizen mit Holzpellets

Verfasst von: Michael Claus
Zuletzt aktualisiert am:
Pelletheizung
In diesem Artikel
  • Hier kannst Du alle nĂŒtzlichen Informationen zur Pelletheizung finden. 
  • Alte Heizungsanlagen mit Öl oder Gas lassen sich prima auf Pellets umrĂŒsten. 
  • Welche Vorteile und Nachteile sind zu beachten? Dein Ratgeber sagt es Dir!

Jedes Jahr finden mehr Hausbesitzer den Weg weg von fossilen Energien. Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien sind nicht nur umweltfreundlicher. Sie helfen auch, Heizkosten zu sparen.

Du planst was Neues oder willst Deine Heizung umrĂŒsten? Du möchtest den WĂ€rmebedarf Deines Hauses kĂŒnftig umweltfreundlicher decken? Du siehst den Vorteil bei den Kosten?

Dann bist Du sicher schon ĂŒber das große Thema Pelletheizungen gestolpert. Diese Art von Holzheizung ist zunehmend mehr und mehr in aller Munde.

Aber wie funktioniert der Betrieb einer Pelletheizung eigentlich und welche Vorteile bringt die Umstellung wirklich? Unser Ratgeber Beitrag klÀrt die wichtigsten Fragen rund ums Heizen mit Holz-Pellets.

Ofen Pellets Hand
Funktioniert im Grunde wie ein Holzofen: Holz (Pellets) rein, WĂ€rme (Heizung & Warmwasser) raus

So funktioniert eine Pelletheizung!

Dem Grundprinzip nach funktioniert die Pelletheizung wie ein klassischer Holzofen. Du gibst manuell oder durch automatische Beschickung Holzpellets in den Ofen. Der verbrennt die Pellets. Heraus kommt Energie in Form von WĂ€rme und bei wasserfĂŒhrenden Systemen (die klar in der Mehrheit sind) auch noch warmes Brauchwasser.

Du nutzt die Pelletheizung also ganz normal wie eine Verbrennungsheizung, denn das ist sie ja! Allerdings können klassische Holzheizungen manchmal ziemlich lĂ€stig sein. Zum Beispiel mĂŒssen Holzscheite besorgt und gelagert werden. Außerdem brauchen die Scheite viel Platz und Zeit zum Trocknen (falls sie noch zu viel Restfeuchte aufweisen). Beim Heizen selbst musst Du regelmĂ€ĂŸig nachlegen und am Ende darfst Du auch noch regelmĂ€ĂŸig die Asche aus dem AschebehĂ€lter entsorgen.

„Kurzum: Viele Holzheizungen machen jede Menge Dreck und Arbeit. Die moderne Pelletheizung macht das nicht!“

Moderne Pelletheizungen oder Pelletöfen sind die Lösung fĂŒr viele dieser Probleme. Die Pellets sind kompakt, relativ sauber und werden (wie bei Gasheizungen oder Ölheizungen) meist nur einmal pro Jahr geliefert. Danach lagern sie bis zum Verbrauch in einem Tank, von dem aus die automatische Beschickung des Pelletkessel erfolgt. Die Pelletheizung ist eine sehr bequeme Technik!

Vorausgesetzt wir sprechen von einer echten zentralen Pelletheizung (Pellet-Zentralheizung) und keinem Pelletofen. Besagter Tank stellt sich entweder als Gewebetank (große StoffsĂ€cke in einem Metall- oder Kunststoffrahmen) bzw. als Silo aus Edelmetall oder Kunststoff dar. Der Tank ist der sog. SchĂŒttraum fĂŒr den Brennstoff – die Pellets. Die Pellets selbst werden u.a. deshalb ĂŒbrigens auch in sog. SchĂŒttraummetern (srm) gemessen.

Der Pellettank einer Heizung, hier beim manuellem NachfĂŒllen eines kleinen Silos mit Sackware (große Silos sind bequemer)
Der Pellettank einer Heizung, hier beim manuellem NachfĂŒllen eines kleinen Silos mit Sackware (große Silos sind bequemer)

Wie viel Platz benötigt ein Pellettank?

Dein GebĂ€ude, in das Du die zentrale Pelletheizung einbauen möchtest, benötigt in jedem Fall etwas Platz fĂŒr die Lagerung der Pellets. Allerdings ist der Platzbedarf fĂŒr den Lagerraum kaum mit anderen Holzheizungen wie zum Beispiel bei einer Scheitholzheizung oder Hackschnitzelheizung vergleichbar. 

Etwa vier bis fĂŒnf Quadratmeter Platz (bei Raumhöhe 2 m) reichen in den meisten FĂ€llen völlig aus, um den Pelletbedarf eines Haushalts fĂŒr ein ganzes Jahr zu lagern. Im Gegensatz zum klassischen Ofen oder Kamin sparst Du Dir bei den meisten Pellet-Heizsystemen zudem das regelmĂ€ĂŸige Nachlegen. Die GerĂ€te laufen vollautomatisch und oft sogar schon smart.

„Ein echter Pellettank fĂŒr die Heizung braucht ein bisschen Platz. Ein normales Einfamilienhaus bietet den aber locker.“

Der Transport der Pellets erfolgt ĂŒber Förderschnecken oder Sauger vom Lager zum Kessel der Heizung. Dort werden die Pellets verbrannt. Dabei erwĂ€rmen sie das Heizwasser (sowie ggf. auch das warme Brauchwasser fĂŒr Bad und KĂŒche) und liefern Dir wohlige WĂ€rme fĂŒr das ganze Haus. Pelletöfen hingegen sind eher Einzelraumfeuerungsanlagen. Ja, sie sorgen sogar fĂŒr gemĂŒtliches Kamin Feeling.

Aber: Mit ihnen kannst Du zumeist nur ein Zimmer im GebĂ€ude heizen. Auch der oft in diese Heizung integrierte Pelletspeicher ist viel kleiner und muss regelmĂ€ĂŸig nachgefĂŒllt werden. Ein- oder zwei Mal die Woche Pellets nachfĂŒllen ist bei vielen Öfen ein guter Durchschnittswert. Der genaue Verbrauch hĂ€ngt von Deinem persönlichen Heizverhalten ab.

ZĂŒndung von Pellets in der Brennkammer der Pelletheizung
ZĂŒndung von Pellets in der Brennkammer der Pelletheizung

Wie kommen die Pellets in den Kessel?

Üblicherweise besteht eine Pelletheizung aus einem Pelletlager und dem Heizkessel. Meist gehört noch ein Pufferspeicher dazu. SelbstverstĂ€ndlich braucht das Haus auch eine komplette Heizungsanlage mit Verrohrungen, Ventilen und Heizkörpern.

Die Pellets selbst gelangen bei einer Pellet-Zentralheizung voll automatisch aus dem Lager zum Kessel. Den Weg vom Lager zum Kessel nehmen sie ĂŒber eine Förderschnecke oder dank Sauger (Ansaugen). Im Kessel der Heizung selbst werden die Pellets dann dosiert entzĂŒndet und gesteuert verbrannt.

Solches Restholz aus dem Wald wird zum Beispiel fĂŒr die Herstellung von Pellets verwendet
Solches Restholz aus dem Wald wird zum Beispiel fĂŒr die Herstellung von Pellets verwendet

Warum sind Holz-Pellets ein guter Brennstoff?

Schauen wir uns so ein Holzpellet fĂŒr die Heizung mal genauer an: Pellets bestehen ĂŒblicherweise aus Holzresten (AbfĂ€lle aus der Holzverarbeitung oder Reste kranker bzw. toter BĂ€ume). Sie sind aus SĂ€gemehl oder SĂ€gespĂ€nen, StĂ€rke und Wasser gefertigt, ohne Beigabe von Leim bzw. Klebstoff ĂŒbrigens. Dieser Mythos ist ein Fake!

Inzwischen gibt es auch Pellets aus Stroh oder anderen Reststoffen von Biomasse, sog. biogenen Reststoffen. Die meisten Pelletheizungen arbeiten jedoch auf Basis von Holzpellets. GrundsÀtzlich gilt: Holz ist dabei ein sehr umweltfreundlicher EnergietrÀger mit hohem Heizwert!

„Holzpellets sind aus fast jeder Sicht ökologisch und nachhaltig.“ 

Weil bei der Verbrennung von Holz nur das CO2 in die Luft gelangt, das vorher beim Wachstum des Baumes im Holz eingelagert wurde, gelten Holzheizungen als CO2 neutral. (Das ist auch wichtig fĂŒr die Förderung, ĂŒber die wir spĂ€ter noch reden!) ZusĂ€tzlich kommt hinzu, dass mit Holzpellets AbfĂ€lle sinnvoll genutzt, die ohnehin anfallen. Das ist nachhaltig!

Das bisschen Asche stammt aus dem Aschekasten einer Pelletheizung nach monatelangem Heizen
Das bisschen Asche stammt aus dem Aschekasten einer Pelletheizung nach monatelangem Heizen

Wie ist das mit der Asche bei Pelletheizungen?

Bei der Verbrennung von Holz entsteht Asche. Das ist klar, so geht es jeder Heizung mit Holz! Aber keine Sorge: Im Gegensatz zum Beispiel zur StĂŒckholzheizung mit 1,7 Prozent Ascheanteil haben Pellets einen sehr geringen Ascheanteil (weniger als 0,5 Prozent). 

Von einer Tonne Holzpellets bleiben also nach der Verbrennung in der Pelletheizung gerade einmal fĂŒnf Kilogramm Asche ĂŒbrig, von zwei Tonnen Pellets zehn Kilo usw. Je nach Einsatz Deines Kessels und nach Konstruktion Deiner Heizungsanlage kann es also reichen, wenn Du den Aschekasten Deiner Heizung zwei Mal pro Jahr leerst. Ist das zu viel verlangt? 

„Die Asche von effizienten Pelletheizungen muss nur sehr selten entleert werden.“ 

Wer einen Garten sein Eigen nennt, profitiert hier gleich doppelt. Pellets werden aus naturbelassenen Holzresten ohne chemische Bindemittel hergestellt. Die Asche aus der Pelletheizung kannst Du guten Gewissens auf dem Kompost entsorgen. Pelletasche ist bester DĂŒnger und tut Deinen Pflanzen gleich noch etwas Gutes. 

Aktueller Hinweis

Immer wieder wurde zuletzt (besonders durch das Umweltbundesamt (UBA) und entsprechende Lobbygruppen) ĂŒber Emissionen an Feinstaub in Zusammenhang mit Holzheizungen geklagt. Die Frage oder eher Behauptung lautete zum Beispiel, dass Pelletheizungen zu viel Feinstaub produzieren wĂŒrden, so dass die Luft ĂŒber Deutschland im sprichwörtlichen Sinne zu dick wĂŒrde. Unsere EinschĂ€tzung? Das stimmt eher nicht! 

Warum nicht? Beurteile selbst: Es gibt in Deutschland laut Statista aktuell etwa 650.000 verschiedene Pelletheizungen, die meisten vermutlich mit sehr moderner Technik. Bei ca. 20 Mio. Heizungen insgesamt machen sie also einen Anteil von ca. 3,25 Prozent aus. Wie das UBA selbst vermeldet, verursachen Pelletheizungen derzeit aber nur etwa 0,3 Prozent der Feinstaubemissionen in Deutschland. 

Ooops? Also fĂŒr uns sieht das eher nach einer sauberen Technik zum Heizen aus! 

Pelletofen vs.
Pelletofen vs.
... zentrale Pelletheizung

 zentrale Pelletheizung

Systeme im Überblick: Welche Pelletheizungen gibt es?

Halb automatische Systeme, voll automatische Systeme, extrem effiziente Systeme – Pelletheizungen gibt es in ganz verschiedenen Arten und Varianten. Welche Produkte und Angebote das ganz generell sind (als Tipps unabhĂ€ngig vom Hersteller der jeweiligen Heizung), kannst Du in diesem Abschnitt erfahren: 

  • Pelletofen: Ein Pelletofen versorgt meist nur einen Raum im Haus mit WĂ€rme. Ähnlich wie ein Kamin oder Holzofen ist das Feuer sichtbar und schafft so zusĂ€tzlich eine gemĂŒtliche AtmosphĂ€re. Der Pelletofen strahlt wĂ€hrend des Verbrennungsvorgangs direkt WĂ€rme ĂŒber die Luft ab.

    Die Leistung eines Pelletofens ist im Vergleich zur zentralen Pelletheizung meist geringer. Sie lÀsst sich zudem weniger gut regulieren als bei richtigen Pelletkesseln. Ist der Ofen aus, wird es (je nach Raumsituation und DÀmmung vom GebÀude) relativ schnell wieder kalt.

    Die gute Nachricht hierbei lautet: Die meisten Öfen sind mit einem eigenen Pellettank ausgestattet. Je nachdem, wie hĂ€ufig Du den Ofen nutzt und wie groß der integrierte Tank ist, reicht es, diesen alle paar Tage neu mit Pellets zu fĂŒllen.

  • Pellet-Zentralheizung: Pellet-Zentralheizungen ersetzen das herkömmliche Heizsystem komplett. Wer frĂŒher sein Haus mithilfe einer Ölheizung beheizt hat, kann sich freuen: Dort, wo bisher der Öltank seinen Platz gefunden hat, kann fast immer gleich der neue Lagerraum fĂŒr die Holzpellets entstehen.

    Aber auch Hausbesitzer, die bisher auf Gas als Brennstoff gesetzt hatten, können in vielen FĂ€llen relativ einfach auf eine neue Heizung mit Pellets umrĂŒsten. Wichtig ist lediglich, dass der Abstand zwischen Lager und Kessel nicht mehr als 30 m betrĂ€gt.

    Die Funktionsweise einer zentralen Pelletheizung (Lagerraum, Fördertechnik sowie Kessel) hatten wir eingangs schon beschrieben. Ebenfalls lobend erwĂ€hnt wurde bereits, dass zentrale Pelletheizungen sehr bequem und smart zu bedienen sind. Die Zentralanlage mit Pelletkessel ist eine echte Alternative fĂŒr jeden Altbau und Neubau.

    Neben Einfachkesseln gibt es sogar sog. Kombikessel. Diese können relativ zĂŒgig mit einem anderen Holz-Brennstoff neben Pellets arbeiten. Zum Beispiel sind Kombikessel aus Pellets und Hackschnitzeln oder Kombikessel aus Pellets und Scheitholz gar nicht mehr so sehr selten. Ach ja: Die Warmwasseraufbereitung fĂŒrs GebĂ€ude erledigt eine zentrale Pelletheizung natĂŒrlich ebenfalls ohne Probleme mit.

  • Pelletheizung mit Brennwerttechnik: Diese sehr sparsame Heizungsart umfasst besonders konstruierte Pellet-Brennwertkessel. Ähnlich wie auch bei der Brennwerttechnik fĂŒr Ölheizungen oder Gasheizungen nutzt so eine Anlage neben der eigentlichen WĂ€rme, die beim Verbrennen der Pellets entsteht, auch die sog. AbgaswĂ€rme aus dem Kondensat der Abgase.

    Die entweicht bei herkömmlichen sog. Heizwert-GerĂ€ten nĂ€mlich sonst samt ihrer Energie ungenutzt ĂŒber den Schornstein. Pelletheizungen mit Brennwerttechnik aber senken durch die Nutzung auch dieser Energie die ohnehin schon geringen Heizkosten nochmals um im Schnitt zehn bis 15 Prozent.

    Beim Wirkungsgrad der Pelletheizungen im Allgemeinen, der irgendwo je nach System zwischen 85 und 95 Prozent liegt, bezieht dieser sich also nur auf die sog. Technik mit Heizwert. GerÀte mit Brennwerttechnik dagegen nutzen im praktischen Betrieb bis zu 100 Prozent vom Brennwert der Pellets. Mehr Wirkungsgrad geht nicht!
Was bei der neuen Pelletheizung aus dem Schornstein kommt, ist sehr sauber
Was bei der neuen Pelletheizung aus dem Schornstein kommt, ist sehr sauber

Hat die Pelletheizung Zukunft?

Auch wenn Pelletheizungen immer mal wieder in der Kritik verschiedener Lobbygruppen stehen: Sie sind und bleiben eine der nachhaltigsten Möglichkeiten, WohnrĂ€ume mit hoher Wirtschaftlichkeit zu beheizen. Eine Pelletheizung sorgt fĂŒr CO2-neutrale, feinstaubarme und effiziente WĂ€rme, die Deinen Geldbeutel weniger belastet als andere Heizungsarten.

Auch die Sorge, dass Deutschland ausgerechnet durch den Trend zur Pelletheizung das Holz zur Beheizung ausgehen könnte oder an anderer Stelle (z. B. als Baustoff) fehlen wĂŒrde, sind unbegrĂŒndet. FĂŒr die Pelletproduktion wird vorzugsweise nur Holz verwendet, das als Abfall anfĂ€llt oder von BĂ€umen stammt, die durch Trockenheit oder SchĂ€dlinge ohnehin geschĂ€digt wurden.

„Heizen mit Pellets hat auf jeden Fall Zukunft! Denn Heizen mit Pellets vereint Effizienz, Komfort und Umweltfreundlichkeit in sich.“

Immer effizientere Heizungssysteme der Pellettechnologie brauchen zudem immer weniger Pellets. Die immer besseren DÀmmungen der GebÀude verringern die Heizlast und damit den Brennstoffbedarf zusÀtzlich. Der Bedarf pro Heizung wird also mindestens in doppelter Hinsicht eher sinken.

Gehen wir davon aus, dass der WĂ€rmebedarf in Zukunft generell eher sinkt als steigt (Stichwort: Folgen des Klimawandels entgegentreten), wĂ€re es schon sehr seltsam, wenn sich die Annahme erfĂŒllen wĂŒrde, dass Pelletheizungen irgendwann mal zu einem Holzmangel fĂŒhren könnten. Ratgeber, die das verlauten lassen, sind mit Vorsicht zu genießen.

Kosten einer Pelletheizung

Zur Gesamtbetrachtung der Wirtschaftlichkeit einer Pelletheizung gehören verschiedene Faktoren. Beim Wirkungsgrad schwankt dieses Heizsystem zwischen relativ bis sehr hoch, wie wir schon ausgefĂŒhrt haben. Doch wie sieht es mit den verschiedenen Kosten der Pelletheizung aus? Auch hier bietet unser Ratgeber ein paar nĂŒtzliche Tipps!

Denn so hoch ihr Wirkungsgrad auch ist und so prima die Pelletheizung fĂŒr Klima und Umwelt sein mag, am Ende mĂŒssen sich alle Arten von Heizungen unterm Strich fĂŒr den Kunden rechnen. Wie also sieht bei der Pelletheizung das VerhĂ€ltnis von Kosten fĂŒr die Anschaffung, Heizkosten und weiteren Betriebskosten aus? Mehr Infos dazu hier:

Das Kaufen einer Pelletheizung kostet erhebliche Mittel
Das Kaufen einer Pelletheizung kostet erhebliche Mittel

Wie hoch sind die Anschaffungskosten einer Pelletheizung?

Das Kaufen einer neuen Pelletheizung ist verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig teuer. Mit 15.000 Euro bis 23.000 Euro liegen die Kosten deutlich höher als beim Einbau einer klassischen Ölheizung oder Gasheizung. Die gute Nachricht: Der Staat unterstĂŒtzt Dich beim Kaufen und Einbauen einer Pelletsheizung durch umfassende Förderprogramme.

Bei der Pelletheizung sind nach den neuen FördersĂ€tzen gemĂ€ĂŸ Bundesförderung fĂŒr effiziente GebĂ€ude (BEG) insgesamt bis zu 20 Prozent Förderung möglich! Kombinierst Du die Heizungsanlage im Betrieb mit anderen erneuerbaren Energien als Hybridheizung bzw. als sog. EE-Hybridheizung mit Biomasse, sind sogar bis zu 35 Prozent Förderung möglich.

Wichtiger Hinweis

Die Förderungen mĂŒssen unbedingt vor Beauftragung beantragt werden und zwar entweder beim Bundesamt fĂŒr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder bei der Kreditanstalt fĂŒr Wiederaufbau (KfW). Die BAFA fördert einzelne Maßnahmen, die KfW komplette Sanierungen.

Weitere Informationen zum Thema kannst Du in unserem Beitrag Förderung von nachhaltigen Heizungen finden!

Die Heizkosten mit einer Pelletheizung sind im Vergleich gĂŒnstig
Die Heizkosten mit einer Pelletheizung sind im Vergleich gĂŒnstig

Welche Heizkosten habe ich mit einer Pelletheizung?

Zwar ist auch der Preis fĂŒr Pellets in den letzten Monaten stark angestiegen. So lag der Bundesdurchschnitt im Januar 2022 bei einer Lieferung von 6 Tonnen bei 342,60 Euro pro Tonne. Dennoch bleiben Pellets gegenĂŒber fossilen EnergietrĂ€gern unschlagbar gĂŒnstig.

Rechnet man die Mehrwertsteuer-BegĂŒnstigung und die Abgabenbefreiung bzgl. CO2 Emissionen mit rein bzw. raus, verursachte eine Kilowattstunde (kWh) WĂ€rme aus Pellets fĂŒr den Kunden im Mai 2022 nur etwa 8 Cent laufender Kosten. Gas und Heizöl waren mit Heizkosten von jeweils etwa 13 Cent pro kWh deutlich teurer – Tendenz steigend.

Allgemein gilt: Es lohnt sich, die Preise fĂŒr Holzpellets im Auge zu behalten. Lieber erst dann bestellen, wenn die Preise fĂŒr Energie zum Heizen möglichst niedrig sind. Vor allem im Sommer gehen die Preise fĂŒr Energie zum Heizen meist deutlich nach unten. Handelst Du hier vorausschauend, kannst Du nachhaltig Kosten sparen!

Der Schornsteinfeger gehört zu den Betriebskosten
Der Schornsteinfeger gehört zu den Betriebskosten

Höhe der Betriebskosten bei einer Pelletheizung?

Pelletheizungen verursachen im Vergleich beispielsweise mit Ölheizung oder Gasheizung etwas höhere Kosten fĂŒr Wartung und Betrieb (inklusive Kosten fĂŒr den Schornsteinfeger). FĂŒr die Wartung solltest Du mit etwa 300 Euro bis 400 Euro pro Jahr rechnen. Die Pelletheizung ist hĂ€ufig auch etwas reparaturanfĂ€lliger als andere Heizungen. In den allermeisten FĂ€llen lohnt sich eine Pelletheizung aber dennoch.

Denn neben den gĂŒnstigen Heizkosten verbraucht sie nur sehr wenig weitere Betriebsstoffe wie etwa Strom. Der Strombedarf einer zentralen Pelletheizung fĂŒr ein Einfamilienhaus mit 16 kWh Leistung betrĂ€gt pro Jahr zum Beispiel nur rund 240 kWh. Selbst bei teuren Stromtarifen von etwa 40 Cent pro kWh ergĂ€be das nur 96 Euro pro Jahr. Hast Du in Kombination zusĂ€tzlich Photovoltaik auf dem Dach, fallen diese Kosten kaum noch ins Gewicht.

Sprich am besten mit Deinem Energieberater, um die gĂŒnstigste Heiztechnik fĂŒr Dich zu finden!

Modern gedÀmmtes GebÀude im Neubau mit moderner Pelletheizung
Modern gedÀmmtes GebÀude im Neubau mit moderner Pelletheizung

10 Vorteile und Nachteile Pelletkessel und -öfen

Jede Technik hat ihre Vorteile und Nachteile. Das gilt auch fĂŒr die Pelletheizung. Manche StĂ€rken fallen mehr ins Gewicht, andere weniger. Gleiches gilt fĂŒr die SchwĂ€chen. Mach Dir selbst ein Bild davon – unser Ratgeber mit Tipps zu wichtigen Eigenschaften im Überblick:

Vorteile der Pelletheizung Nachteile einer Pelletheizung
Klima und Umwelt:
Eine klimaneutrale neue Pelletheizung heizt bewusst ökologisch. Daran kann es für diese Heizsysteme gar keinen Zweifel geben. Du heizt mit Pellets CO2 neutral und im Vergleich zu anderen Brennstoffen sehr emissionsarm. Der nachwachsende Brennstoff Holz, aus dem die Pellets hergestellt sind, ist regional verfügbar und nutzt heimische Holzabfälle, die ohnehin anfallen.
Emissionen:
Der Betrieb einer Pelletheizung verursacht zwar etwas mehr Feinstaub-Emissionen als der einer Ölheizung oder Gasheizung. Jedoch produziert die Pelletheizung im Vergleich eben auch nur ca. 10 Prozent der CO2 Emissionen wie diese fossilen Verbrenner. Außerdem bleiben die Feinstaubwerte der Pelletheizung weit unter allen Grenzwerten. Eine moderne Pelletheizung ist nicht zu vergleichen mit alten Kaminöfen oder antiken Öfen.
Sauberkeit:
Pellets von normaler Qualität verbrennen in der Pelletheizung mit einem sehr geringen Ascheanteil. Die Asche selbst kann dann über den heimischen Kompost prima entsorgt werden. Integrierte Heizsysteme auf Pelletbasis verursachen keine Geruchsbelästigung für die Umgebung.
Anschaffungskosten:
Insgesamt sind die Kosten für die Installation einer Pelletheizung im Vergleich höher als die für eine Ölheizung oder Gasheizung. Eine komplette Heizungsanlage aus Pelletkessel, Pelletlager, Fördersystem, Pufferspeicher und Installation schlägt mit etwa 15.000 Euro bis 23.000 Euro zu Buche. Aber: Die Kosten für diese Heizung sind umfassend förderfähig (siehe Förderung).
Energiekosten und Wirtschaftlichkeit:
Im Vergleich zu Gas und Heizöl unterlagen Pellets in den letzten Jahren nur geringen Preissteigerungen. Lieferengpässe sind selten. Treten Schwankungen beim Pelletpreis auf, sind diese eher regional und saisonal bedingt. Gerade der Wechsel von einer Ölheizung oder Gasheizung zur Pelletheizung kann sich finanziell lohnen.
Platzbedarf:
Jede (alte und neue) Pelletheizung braucht etwas mehr Platz. Neben Lagerflächen für den Brennstoff müssen Kessel und Speicher im Heizkeller bzw. Heizungsraum untergebracht werden. Die Einrichtungen bisheriger Ölheizungen bzw. Gasheizungen lassen sich hierfür jedoch recht unkompliziert umwidmen (z.B. für das neue Pelletsilo).
Förderung:
Der Staat unterstützt Dich beim Kaufen und Einbauen einer Pelletheizung bewusst durch umfangreiche und hohe Maßnahmen der Förderung. Möglich ist beispielsweise ein Zuschuss über das BAFA oder ein zinsgünstiger Kredit (ggf. ebenso mit Zuschuss) über die KfW.
Wartung und Reinigung:
Zwar verbrennen Pelletkessel sehr sauber, etwas Asche fällt allerdings dennoch an. Die Mengen sind jedoch sehr gering. Zudem kann die Asche der Pelletheizung über den heimischen Kompost entsorgt werden. Die Brennkammer und der Brenner sollten regelmäßig von Staub und Asche gereinigt werden. Als Reinigung genügt es häufig, wenn Du etwa alle sechs Wochen einmal mit dem Staubsauger durchgehst. Ist Dein Pelletspeicher weitestgehend leer (z.B. am Ende der Heizperiode) lohnt es sich, das Lager einmal gründlich von Staub und Pelletresten zu befreien.
Einfache Integration:
Wenn Du auf eine neue Pelletheizung umrüsten möchtest, musst Du meist nicht Dein gesamtes bisheriges Heizungssystem erneuern. Bestehende Systeme (Leitungen, Ventile, Heizkörper) können in den allermeisten Fällen weiter genutzt werden. Zusätzlich kannst Du Pelletkessel oft gut mit anderen erneuerbaren Energien kombinieren. Die beliebteste Kombination verschiedener Heizsysteme ist hierbei die mit einer Anlage für Solarthermie, die Deine Warmwasseraufbereitung unterstützt.
VerfĂŒgbarkeit:
Grundsätzlich müssen für Holzpellets keine zusätzlichen Bäume gefällt werden. Auch Pelletimporte aus dem Ausland sind nicht nötig. Pellets sind ein sauberes, heimisches Produkt. Die Abfälle aus der hiesigen Holzindustrie sowie aus der hiesigen Baumpflege reichen derzeit völlig aus, um den Pelletbedarf in Deutschland zu decken. Bestellst Du (z.B. aus Preisgründen) Deine Pellets trotzdem im Ausland, verschlechtert das natürlich Deine Umweltbilanz. Deshalb solltest Du unbedingt auf kurze Transportwege achten und Deine Pellets möglichst direkt in der Region kaufen.

Ratgeber Überblick Holzheizungen:

© 2022 - Bewusst Heizen