Sole-Wasser-Wärmepumpe: Wärme aus dem Erdreich

Verfasst von: Michael Claus
Zuletzt aktualisiert am:
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In diesem Artikel
  • Die Funktion der Heizung einer Sole-Wasser-Wärmepumpe einfach erklärt.
  • 12 Vorteile und Nachteile von Erdwärmepumpen in der Übersicht finden.
  • Alle wichtigen Infos zu Sole-Wasser betriebenen Wärmepumpen in einem Service Artikel entdecken!
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Die Sole-Wasser-Wärmepumpe ist eine innovative Heiztechnologie, die Erdwärme nutzt, um Dein Zuhause effizient und umweltfreundlich zu heizen. Diese Art der Wärmepumpe gewinnt thermische Energie aus dem Erdreich.

Dieser Prozess geschieht entweder mithilfe von Flachkollektoren, die bodennah installiert werden, oder über Erdsonden, die weit in die Tiefe reichen. Die gewonnene Energie wird dann in Wärme für Dein Heiz- und Warmwassersystem umgewandelt.

Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe besteht aus einem ausgeklügelten System, das die gespeicherte Wärme im Erdboden optimal nutzen kann. Die Technologie zeichnet sich durch ihre hohe Effizienz und Umweltfreundlichkeit aus. Die Betriebs- und Wartungskosten dieser Produkte sind außerdem recht gering.

Durch den Einsatz dieser Art von Wärmepumpe trägst Du bewusst zur Schonung von Ressourcen und zur Reduzierung von CO2-Emissionen bei. Mit den Informationen aus diesem Artikel kannst Du selbst am besten entscheiden, ob diese Art von Heizung für Dich und Dein Gebäude tauglich ist.

Sole-Wasser-Wärmepumpe Funktion
Schema: So funktioniert eine Sole-Wasser-Wärmepumpe ©Slavo Valigursky/Shutterstock.com

Wie funktioniert eine Sole-Wasser-Wärmepumpe?

Heizungen mit Sole-Wasser-Wärmepumpen nutzen die im Erdreich gespeicherte Wärme als Energiequelle zum Heizen und zur Warmwasserbereitung. In einem geschlossenen Kunststoffrohr innerhalb eines Bohrlochs oder in entsprechenden Kollektoren zirkuliert unter der Erde eine frostsichere Flüssigkeit, welche die Erdwärme im Boden aufnimmt. Die Flüssigkeit, auch Sole, Fluid oder Kältemittel genannt, transportiert die Wärme zum Wärmetauscher der Wärmepumpe.

Dort wird die gespeicherte Wärme an ein Kältemittel weitergegeben, das die Eigenschaft besitzt, bei niedrigen Temperaturen zu verdampfen. Durch den Einsatz eines Verdichters wird das Kältemittel zuvor solange komprimiert, bis der Druck und die Temperatur des Kältemittels wirklich auf die optimalen Werte ansteigen. Dann wird die erhöhte Temperatur an das Heizsystem und den Warmwasserspeicher übertragen.

„Sole Wasser Wärmepumpen gehören zu den effizientesten Wärmepumpen. Kaum eine andere Wärmepumpenheizung geht noch sparsamer mit dem Strom um.“

Im Raum oder Haus verteilt wird die Wärme schließlich über ein entsprechend verrohrtes System aus Flächenheizkörpern. Diese Heizkörper eignen sich besonders gut für eine Wärmepumpenheizung. Folglich sind Heizkörper und Rohre sowie ein Pufferspeicher zur Wärmeverteilung zwingend erforderlich. Nur rein luftgeführte Wärmepumpen bilden als klassische Klimaanlagen eine Ausnahme, da sie keine extra Heizkörper benötigen.

Das nach der Energieübertragung wieder ausgekühlte Kältemittel in der Erdwärmepumpe wird schließlich über ein Expansionsventil im Kreislauf zurück ins Erdreich transportiert. Druck und Temperatur des Kältemittels sinken dabei soweit auf Normalzustand zurück, dass der Kreislauf des Austausches von Kälte und Wärme von vorne beginnen kann.

Wichtiger Tipp

Sole-Wasser-Wärmepumpen wirken extrem effizient, wenn die Heizlast Deiner Immobilie gering ist und sich die Dämmung der Gebäudehülle als perfekt herausstellt (Stichwort: Niedrigenergie- und Passivhäuser). Bei älteren Bestandsgebäuden mit einer eher mittelprächtigen Dämmung stellt sich eine Erdwärmepumpe unter Umständen komplexer dar.

Wenn die Heizkosten im richtigen kalten Winter nicht explodieren sollen, müssten dann nämlich die Erdsonden tiefer gebohrt oder die Erdkollektoren vergrößert werden, um die Heizlastauslegung der Anlage zu vergrößern. Entweder steigen also die Investitionskosten oder die Stromkosten. Denn letztlich bleibt eine Wärmepumpe am Ende ja immer noch eine Elektroheizung.

Wärmepumpe Heizkeller
Mehrere Sole-Wasser-Wärmepumpen können in einem größeren Gebäude auch in Kombination funktionieren

Arten von Sole-Wasser-Wärmepumpen

Bei den Anwendungsgebieten der Sole-Wasser-Wärmepumpe stehen besonders ihre Effizienz und leider auch ein gewisser baulicher Aufwand im Fokus. Das gilt sowohl für die Installation im Neubau als auch für die Nachrüstung im gut gedämmten Altbau. Außerdem spielen die individuellen Vorlieben des Bauherren und die Bausubstanz des Gebäudes eine wichtige Rolle für die passende Wärmepumpe.

2 Typen von Sole-Wasser-Wärmepumpen im Überblick (von A-Z):

  • Heizungen mit Erdsonden: Sondengeführte Geräte benötigen im Vergleich mit Kollektoren Systemen nur wenig Platz bei der Installation. Die Bohrungen für jede Erdsonde werden schließlich vertikal oder schräg in die Erde gebohrt. Innerhalb der Bohrlöcher durchfließt eine Sole bzw. ein Kältemittel in einem Rohr die Erdschichten und nimmt die Erdwärme auf. Über das bekannte Wärmepumpen-Verfahren samt Wärmetauscher, Verdichter, Verflüssiger und Expansionsventil gibt das Fluid die Wärme an das Heizsystem und die Warmwasserbereitung ab.

    Dann beginnt der Kreislauf von vorne. Da ab einer Tiefe von ca. zehn Metern die Temperatur im Erdreich ganzjährig konstant 10 Grad Celsius warm bleibt, arbeiten sondengeführte Wärmepumpen besonders effizient. Das gilt sowohl fürs Heizen im Winter als auch fürs Kühlen im Sommer. Die Tiefe der Bohrung kann übrigens variieren, denn sie ist abhängig vom Heizbedarf (der sog. Heizlast des Gebäudes) und von der Bodenbeschaffenheit.

  • Heizungen mit Flächenkollektoren: Diese Produkte gewinnen die Wärme aus einem Rohrsystem, das waagerecht und in vielen S-Kurven im Boden unterhalb der Frostgrenze in ein bis zwei Metern Tiefe verlegt wird. Das Erdreich, in dem die Kollektoren liegen, sollte gut aufnahmefähig für Regenwasser und Sonneneinstrahlung sein, darf also nicht versiegelt werden. Im Rohrsystem zirkuliert wie gehabt eine frostsichere Flüssigkeit, das sog. Sole Fluid oder Kältemittel, das der eigentlichen Wärmepumpe im Haus zugeführt wird.

    Über den klassischen Ablauf – Wärmetauscher, Verdichter, Verflüssiger und Expansionsventil – wird die Energie aus dem Erdreich an die Heizung mit Pufferspeicher und Warmwasserspeicher übertragen. Die Fläche übrigens, die für die Erdkollektoren benötigt wird, entspricht der Faustregel nach etwa dem Doppelten der Wohnfläche, die es zu heizen gilt.

Beide Arten von Sole-Wasser-Wärmepumpen dienen ausdrücklich nicht nur als super Heizung im Winter, sondern auch als top Klimaanlage im Sommer. Besonders die Wärmepumpen mit Erdsonden kühlen ganz hervorragend. Der große Vorteil von Erdwärmepumpen ist, dass sie stets mit einem Temperaturdifferenzial arbeiten können, das extrem konstant und recht warm bleibt.

Praktischer Hinweis

Beachte, dass Sole-Wasser-Wärmepumpen im Heizmodus selbst bei niedrigen Temperaturen unbeirrt weiterarbeiten. Im Grunde ist die Außentemperatur sogar egal, denn die Temperatur im Erdreich bleibt sehr konstant. Vor allem gilt das für die Wärmepumpen Modelle mit Erdsonden. Bei richtiger Konzeption des Systems wird die gewünschte Raumtemperatur also überall in Deutschland garantiert erreicht. Der Stromverbrauch solcher Wärmepumpen potenziert sich zudem nicht, wenn es draußen kälter wird!

Sole-Wasser-Wärmepumpe Kosten Kalkulation
Bei der Anschaffung einer Sole-Wasser-Wärmepumpe die Kosten gut kalkulieren

Kosten und Wirtschaftlichkeit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe

Die Kosten für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe variieren je nach Modell und Größe der Anlage. Unter allen Wärmepumpen gelten Sole Wasser geführte Wärmepumpen als sehr effiziente, aber recht teure Investitionen. Nicht zu vergessen bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung sind zudem die Verbrauchskosten, die Fördermöglichkeiten und ggf. die behördlichen Genehmigungen.

Anschaffungskosten verschiedener Erdwärmepumpen

Wärmepumpen Produkte im Allgemeinen kosten im Durchschnitt zwischen 15.000 und 25.000 Euro. Die Sole-Wasser-Wärmepumpen liegen hierbei unserer Erfahrung nach am oberen Rand. Einige Erdwärmepumpen Modelle können diesen Rahmen sogar überschreiten und bis zu 36.000 Euro kosten. Das hängt ganz von den Bedingungen und der Bodenbeschaffenheit vor Ort ab.

Von den Kosten entfallen dabei ca. 12.000 bis 15.000 € auf die Anschaffung der Wärmepumpe selbst. Weitere rund 2.000 bis 3.000 Euro Kosten fallen für die Installation an. Außerdem schlägt die Erschließung der Wärme im Erdreich mit Erdsonden oder Erdkollektoren nochmals mit ca. 3.000 bis 18.000 Euro zu Buche. Die Kosten für die ggf. nötigen Genehmigungen fallen im Gesamtrahmen kaum ins Gewicht.

Betriebskosten von Sole-Wasser-Wärmepumpen

Die Heizkosten entsprechen dem Stromverbrauch der Wärmepumpe. Der Strom wird dabei natürlich nur insofern „verbraucht“, weil er in einem bestimmten Verhältnis in Wärme umgewandelt wird. Zur Bewertung eines guten oder schlechten Strom Umwandlungsverhältnisses gibt es sog. Koeffizienten wie JAZ, COP und SCOP. Wer mehr darüber wissen will, was welcher Wert genau aussagt, kann das in unserem Hauptartikel zur Wärmepumpe erfahren.

Im Vorfeld grob und pauschal abzuschätzen, was das Heizen mit einer Wärmepumpe, genauer einer Sole-Wasser Wärmepumpe kostet, ist schwierig bis unmöglich. Zu viele Faktoren (Heizlast, Gebäudealter, Gebäudedämmung, Fenster, Dachdämmung usw.) nehmen Einfluss auf diese Rechnung. Daher haben wir mal drei verschiedene Szenarien miteinander verglichen, anhand derer Du die Kosten für Dich selbst besser einschätzen kannst.

3 Szenarien für Verbrauch und Kosten mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe*:

Wohngebäude Beispiele Heizlast Kosten für Heizstrom pro Jahr

Altes Einfamilienhaus:
in 85049 Ingolstadt, Baujahr vor 1958, freistehend, Dach nicht gedämmt, Fenster ohne Isolierverglasung, Wände nicht gedämmt, Wohnfläche 120 m2

6.320 kWh 1.769,60 Euro

Mittelaltes Einfamilienhaus:
in 85049 Ingolstadt, Baujahr 1983, freistehend, Dach schlecht gedämmt, Fenster mit Isolierverglasung, Wände gedämmt, Wohnfläche 120 m2

2.560 kWh 716,80 Euro

Neueres Einfamilienhaus:
in 85049 Ingolstadt, Baujahr 2010, freistehend, Dach gedämmt, Fenster mit Isolierverglasung, Wände gedämmt, Wohnfläche 120 m2

1.200 kWh 336,00 Euro

*Die Berechnungen sind Beispielrechnungen ohne Gewähr, die auf einer 4,5er JAZ, auf 1.800 Heizstunden pro Jahr und auf einem Strompreis zum Mittelwert von 0,28 Euro/kWh beruhen.

Willst Du selbst planen, was Du überschlägig für eine Heizlast mit einer Wärmepumpe haben könntest? Dann empfehlen wir Dir den super Heizlastrechner vom Bundesverband Wärmepumpe e.V. (BWP)!

Formel zur Berechnung

Hast Du Deine individuelle Heizlast errrechnet, solltest Du diese durch die Jahresarbeitszahl (JAZ) der Sole-Wasser-Wärmepumpe teilen und mit den durchschnittlichen Heizstunden, die vor Ort anfallen, multiplizieren. Das Zwischenergebnis stellt Deinen jährlichen Verbrauch an Heizstrom dar.

Diesen Wert müsstest Du final nur noch mit den Kosten für den Strom in Euro pro kWh multiplizieren. Grobe Durchschnittwerte für eine gute Sole-Wasser-Wärmepumpe reichen bei der JAZ übrigens von 4 bis 5. Bei den Heizstunden kannst Du ca. 1.800 h für Süddeutschland bzw. ca. 2.200 h für Norddeutschland veranschlagen.

Genehmigungen und Vorschriften für eine Erdwärmepumpe

Für die Installation von Erdkollektoren sind keine Genehmigungen notwendig, für die Installation einer Erdsonde hingegen schon. Nicht überall darf und kann die Erdkruste beliebig angebohrt werden. Diese Genehmigungen spielen zwar in puncto Kosten keine ausschlaggebende, sprich sehr teure Rolle, verursachen aber einigen Verwaltungs- und Planungsaufwand.

Die Anforderungen sind von Bundesland zu Bundesland verschieden. In der Regel ist die Genehmigung für eine Tiefenbohrung bei der Unteren Wasserbehörde einzuholen, da zum Beispiel diverse wasserführende Schichten vom Grundwasser durchstoßen werden müssen. Wir empfehlen das geplante Vorhaben eng mit der zuständigen Verwaltungsbehörde abzustimmen, um die Machbarkeit und Voraussetzungen frühzeitig abzuklären.

Kostenlose Angebote für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe erhalten

Du interessierst Dich für den Einbau einer Sole-Wasser-Wärmepumpe? Entweder für einen Neubau oder als Heizungssanierung für ein Gebäude im Altbau? Dann können Dir unsere Fachbetriebe ein gutes Angebot unterbreiten. Fülle einfach das kostenlose und unverbindliche Anfrageformular aus. Die Experten vom Service kontaktieren Dich dann. Gemeinsam könnt Ihr alle weiteren Fragen über mögliche Produkte und Kosten klären.

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Für teure Wärmepumpen lohnen sich Förderungen durch den Staat etwa über BAFA oder KfW besonders ©BAFA-Bildarchiv

Förderung einer Sole-Wasser-Wärmepumpe

Das Gute zuerst: Nach dem neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) und der ebenfalls novellierten Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) bleiben Sole-Wasser-Wärmepumpen freilich förderfähig. Das meint, Förderanträge dafür können je nach Vorhaben und weiteren Maßnahmen bei KFW oder BAFA nach wie vor gestellt werden.

Sole Wasser Wärmepumpen, die sich im Betrieb häufig durch top Jahresarbeitszahlen (JAZ) auszeichnen, sind als sehr energieeffiziente Heizungsanlagen voll anerkannt. Das hat sowohl für den Neubau als auch für die Heizungssanierung bzw. Nachrüstung im Altbau (Bestandsbau) Gültigkeit.

„Die Sole-Wasser geführte Wärmepumpe gehört zu den effizientesten und modernsten Heizungen in Deutschland.“

Der Zuschuss für eine neue Sole-Wasser-Wärmepumpen Heizung ist für gewöhnlich bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu beantragen. Bei der Errichtung eines Gebäudenetzes mit solchen Geräten ist allerdings das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für die Förderung zuständig.

In Zahlen übersetzt bedeuten die neuen Wärmepumpen Förderrichtlinien, dass Du für den Einbau einer neuen Erdwärmepumpe (als Einzelmaßnahme einschließlich Montage) erhebliche Fördermittel beantragen kannst. Vermutlich mehr als bei fast jeder anderen Heizungsart, wie unser allgemeiner Fördervergleich Ratgeber Artikel zeigt.

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Zwei große Vorteile: Die Sole-Wasser-Wärmepumpe punktet mit top Effizienz und niedrigen Heizkosten!

12 Vorteile und Nachteile von Erdwärmepumpen

Vorteile der Erdwärmepumpe: Nachteile von Sole-Wasser-Wärmepumpen:

Effizienz:
Die Technik der Erdwärmepumpe arbeitet sehr effizient, hat also beispielsweise eine top JAZ. Daher verbrauchen diese Produkte weniger Strom bzw. senken den Verbrauch an Strom im Vergleich zu anderen Wärmepumpen.

Anschaffungskosten:
Sole-Wasser-Wärmepumpen sind, egal ob schon Rohre und Heizkörper im Haus vorhanden sind, eine relativ teure Möglichkeit des Heizungskaufs. Die Anlagen selbst sowie die dafür nötigen Bohrungen bzw. Erdarbeiten und Komponenten kosten im Vergleich deutlich mehr als Luft-Luft oder Luft-Wasser Wärmepumpen. Immerhin ist ein Schornstein wie bei allen Wärmepumpen nicht notwendig.

Betriebskosten:
Das Heizen mit einer wassergeführten Sole-Wärmepumpe lohnt sich bei einem gutem Dämmstandard bzw. guten Wärmeschutz. Die Betriebskosten sind im Vergleich zu anderen Wärmepumpen, die ihre Energie aus der Luft gewinnen, spürbar niedriger. Solch eine Wärmepumpe hilft deshalb definitiv beim Heizkosten sparen.

Installation:
Sole-Wasser-Wärmepumpen erfordern größere Erdarbeiten oder Bohrungen. Außerdem verteilen sie die Wärme im Betrieb über ein System von Heizkörpern (am besten Flächenheizkörpern). Sind im Gebäude noch keine Rohre und Heizkörper installiert, kommen diese Kosten noch zu den ohnehin schon hohen Anschaffungskosten hinzu. Außerdem gehören zum vollständigen System noch weitere Einbauten wie etwa ein Pufferspeicher oder ein Warmwasserspeicher für die Warmwasserbereitung.

Warmwasseraufbereitung:
Die normale Sole-Wasser-Wärmepumpe ist zur Warmwasseraufbereitung super geeignet. Dank Warmwasserspeicher liefert Sie Dir jederzeit das für den Haushalt benötigte Warmwasser. Weitere Geräte zur Warmwassererzeugung sind nicht notwendig. Mit einer Solarthermie Anlage auf dem Dach kannst Du die Warmwasser Kosten recht smart noch weiter senken.

Platzbedarf:
Eine Erdwärmepumpe, besonders eine mit Erdkollektoren, benötigt viel mehr Platz auf dem Grundstück und im Heizungskeller als beispielsweise eine reine luftgeführte Anlage. Der Flächenbedarf allein für die Kollektoren im Erdreich beträgt beispielsweise etwa das Doppelte der Wohnfläche, die es zu heizen gilt. Die weiteren Komponenten neben der eigentlichen Heizung, wie etwa Heizkörper und Rohre, der Pufferspeicher oder der Warmwasserspeicher, brauchen ebenfalls noch etwas Platz in Haus und Heizungskeller.

Förderung:
Sole-Wasser-Wärmepumpen sind nach den neuen gesetzlichen Förderbedingungen weiterhin förderfähig. Die Förderung kann sich bei den Anschaffungs- und Montagekosten sehr lohnen und Kosten sparen.

Genehmigungen und Vorschriften:
Für sondengeführte Sole-Wärmepumpen, deren Kältemittel Leitungen bis zu 100 m tief ins Erdreich reichen können, sind Genehmigungen und Vorschriften zu beachten. Schon in der Planungsphase solltest Du deshalb Dein Projekt zum Beispiel eng mit der Unteren Wasserbehörde abstimmen. Die Anforderungen können von Bundesland zu Bundesland verschieden sein.

Wartung:
Im Vergleich mit anderen Heizungsanlagen und auch anderen Wärmepumpen ist der Wartungsaufwand für Sole-Wasser-Wärmepumpen eher gering. Der jährliche Service verursacht deutlich geringere Kosten als etwa der für luftgeführte Wärmepumpen oder gar der Service für eine Gasheizung, Ölheizung bzw. Holzheizung (wie z.B. die Pelletheizung).

Verfügbarkeit:
Sole-Wasser-Wärmepumpen mit Erdsonden oder Flächenkollektoren lassen sich nicht an jedem Standort realisieren. So kann beispielsweise die Beschaffenheit des Untergrunds ungeeignet für Erdsonden sein oder Dir steht einfach nicht genügend Fläche für Kollektoren zur Verfügung. Dann ist eine solche Wärmepumpe leider nicht verfügbar.

Umwelt- und Klimaschutz:
Wärmepumpen, insbesondere Sole-Wasser-Wärmepumpen, sind eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen. Da sie thermische Energie aus der Umwelt nutzen, tragen sie dazu bei, den Energieverbrauch, die CO₂-Emissionen und die Belastung durch Feinstaub zu reduzieren. Wird die Wärmepumpe mit grünem Strom betrieben (z.B. aus der eigenen Photovoltaik Anlage) verstärkt sich dieser positive Umwelteffekt noch.

Sauberkeit und Hygiene:
Eine Erdwärmepumpe macht keinen Dreck im Haus und erzeugt keine Verbrennungsrückstände oder Abgase. Viele Wärmepumpen mit zusätzlicher Wohnraumlüftung verbessern durch ihre Filter sogar die Hygiene der Raumluft. Diese Geräte können neben der Funktion als Heizung und Kühlung die Luft im Raum zusätzlich säubern und entfeuchten. Das tut dem gesunden Raumklima gut.

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FAQ
Wichtige Fragen und Antworten zu Sole-Wasser-Wärmepumpen im Überblick

FAQ online: Ratgeber mit weiteren Tipps zu Sole-Wasser-Wärmepumpen

Welchen Ruf haben Sole-Wasser-Wärmepumpen?

Im Vergleich zu anderen Wärmepumpen haben Sole-Wasser-Wärmepumpen in der Praxis einen besonders guten Ruf, wenn es um die Effizienz und Haltbarkeit der Produkte geht. Sie heizen bewusst sparsam und gute Systeme haben eine Lebensdauer von bis zu 30 Jahren. Einen eher gemischten Ruf haben Erdwärmepumpen beim Aspekt der Anschaffungskosten, denn sie kosten oft mehr als alternative Heizungsanlagen.

Was sind die Vorteile gegenüber anderen Wärmepumpen?

Eine Sole-Wasser betriebene Wärmepumpe arbeitet in der Regel deutlich effizienter als Luft-Luft oder Luft-Wasser Wärmepumpen. Das kann sich beim Sparen von Heizkosten richtig lohnen. Zudem ist eine Sole-Wasser-Wärmepumpe anders als rein luftgeführte Anlagen ebenfalls zur Warmwasserbereitung geeignet. Das hilft ebenfalls beim Heizkosten und Strom sparen.

Welche Hersteller sind für gute Sole-Wasser-Wärmepumpen bekannt?

Verschiedene Hersteller von Sole-Wasser-Wärmepumpen haben sich in den letzten Jahren, teils Jahrzehnten ein gutes Standing erarbeitet. Alle Produkte an dieser Stelle aufzuzählen, würde den Rahmen dieser Antwort sprengen. Sehr bekannt sind jedoch die entsprechenden Wärmepumpen von Bosch, Buderus, Mitsubishi, Stiebel-Eltron, Vaillant und Viessmann.

Kaufratgeber zu Wärmepumpen:

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Michael Claus

Autor

Michael Claus ist staatlich geprüfter Techniker und Hausbesitzer. Als faktenorientierter Mensch bevorzugt er schlaue Lösungen. Mit über 20 Jahren praktischer Erfahrung teilt er sein Fachwissen und seine umfangreiche Expertise gerne beim Schreiben von unabhängigen Fachartikeln, Rezensionen und Produktvorstellungen.

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