Wärmepumpe beliebt: 90 Prozent der Kunden fragen danach

Wärmepumpe beliebt
Verfasst von: Michael Claus
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Hauseigentümer wollen Wärmepumpen. Die Wärmepumpe ist nicht nur in aller Munde. Sie ist zunehmend auch in der Praxis beliebt und zwar als echte Alternative beim Einbau einer neuen Heizung. Das zeigt nach Ansicht der Deutschen Energie-Agentur GmbH (Dena) zumindest eine aktuelle Erhebung unter 10.000 angeschriebenen Energieberatern sehr deutlich.

Fast 90 Prozent der deutschen Energieberater gaben laut der im August 2022 veröffentlichten Studie an, bei der Kundenberatung regelmäßig bis sehr häufig nach Wärmepumpen gefragt zu werden. Im Gegensatz dazu fragten die Verbraucher aber kaum noch nach Gasheizungen oder gar Ölheizungen. Heizungen mit fossilen Brennstoffen wie Gas oder Öl scheinen derzeit nicht mehr sehr gefragt zu sein.

Was die Energieberater berichten

Woran erkennen Energieberater, dass die Wärmepumpe beliebt ist? Ganz einfach: Die Kunden sagen es ihnen im Kundengespräch. Es gibt kaum einen besseren Moment, um der aktuellen Nachfrage besser auf den Grund zu gehen! Im persönlichen Gespräch mit ihrem Berater stellen die Hausbesitzer die Fragen, die ihnen wichtig sind. Was sie sich wünschen? Eine fachlich fundierte und herstellerunabhängige Beratung in ihrem Sinne!

Die Themen, die die Menschen in Deutschland heute bei der Sanierung und Modernisierung ihrer Heizung, brennend interessieren, sind der Studie zufolge (auszugsweise):

  • 89 % äußerten regelmäßig bis sehr häufig Interesse an einer Wärmepumpe
  • 43 % erkundigten sich regelmäßig bis sehr häufig nach Holzpellet-Heizungen
  • 17 % fragten regelmäßig bis sehr häufig nach Gasheizungen und Ölheizungen
  • 89 % aller letztlich empfohlenen Wärmepumpen betrafen regelmäßig bis sehr häufig die Luft-Wasser-Wärmepumpe
  • 42 % aller letztlich empfohlenen Wärmepumpen entfielen regelmäßig bis sehr häufig auf die Sole-Wasser-Wärmepumpe
  • 86 % aller Berater empfohlen regelmäßig bis sehr häufig eine Wärmepumpe in Kombination mit einer Photovoltaikanlage und einem Batteriespeicher

Vorausgesetzt natürlich, dass das betreffende Gebäude für den Einsatz einer Wärmepumpe geeignet ist. Denn das Hemmnis des baulichen Zustandes des eigenen Gebäudes ist ebenfalls ein echtes Dauerthema bei der Energieberatung von potenziellen Bauherren. Bei 57 Prozent aller Beratungen gehörte dieser Aspekt (vor allem mit Fragen zur Dämmung) zu den zentralen Gesprächsthemen.

Hintergründe zur Studie

Der Urheber der Studie, die Dena, sieht ihre Erhebung ganz im Sinne der Beschleunigung, des sog. Hochlaufens der Technologie. Denn 2021 wurden zwar bereits über 150.000 Wärmepumpen neu verbaut und schon 1,3 Mio. Gebäude werden in Deutschland insgesamt mit Wärmepumpen beheizt. Bereits in zwei Jahren sollen es aber nach Plan der Bundesregierung dramatisch viele mehr sein, um die Energiewende für den Klimaschutz voranzutreiben.

Die Dena formuliert ihre Motivation zur Studie deshalb wie folgt:

„Die Dena leistet damit auch einen Beitrag zur Unterstützung des von der Bundesregierung vorgegebenen Ziels, bereits ab 2024 pro Jahr 500.000 Wärmepumpen einzubauen.

Zum Erreichen dieses Zieles aus Sicht der Energieberater seien dafür kurzfristig zwei Aspekte dringend zu verbessern: Weil eben ein so großer Bedarf an fachlich neutralen Informationen zum Thema auf allen Seiten bestünde, wünschten sich die beratenden Experten zum einen selbst besser mit solchen Informationen versorgt zu sehen. Und zum anderen äußerten denselben Wunsch die meisten der nach Beratung suchenden Bauherren.

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